Pelizaeus-Gymnasium Paderborn testet als eine von fünf Schulen neue Technik – Klima-AG begleitet die Probephase
Schüler-Gipfel mit den Klimaforschern

Paderborn -

Auf Grün achtet dieser Tage die Pelizaeus-Gemeinde. In vielen Klassenräumen und im Lehrerzimmer taucht immer mal wieder eine CO2-Ampel auf, mit der das Gebäudemanagement sicherstellen will, dass die Luftqualität in Corona-Zeiten durch regelmäßiges Lüften gut ist.

Freitag, 20.11.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 18:32 Uhr
Die Klima-AG „Pele Green Teens“ beim ersten digitalen Schüler-Klima-Gipfel (von links): Lucas Hoffmann, Ronja Bilger, Luisa Grenz, Viktoria Jedynek, Sophie Bergelt, Rosalie Bräuer, Ilva Werny, Makaali Hey und Sophie Gevorkian. Es fehlt Celina Drüppel.
Die Klima-AG „Pele Green Teens“ beim ersten digitalen Schüler-Klima-Gipfel (von links): Lucas Hoffmann, Ronja Bilger, Luisa Grenz, Viktoria Jedynek, Sophie Bergelt, Rosalie Bräuer, Ilva Werny, Makaali Hey und Sophie Gevorkian. Es fehlt Celina Drüppel.

Das Pelizaeus-Gymnasium ist eine von fünf Schulen, an denen diese Ampeln ausprobiert werden, bevor die CO2-Ampeln flächendeckend installiert werden. Die „Pele Green Teens“ des Pelizaeus-Gymnasiums, die unterstützt werden von Erdkundelehrerin Angelina Rose, beobachten diese Erprobungsphase ganz genau und sammeln Erfahrungen mit den CO2-Ampeln. „Wir hoffen,“ so Rose, „dass mit Hilfe der Ampeln das Lernen unter den jetzigen Bedingungen angenehmer gestaltet wird.“

Für die „Pele Green Teens“ geht es aber nicht nur um das richtige Lüften. Trotz der Corona-Pandemie beschäftigen sie sich weiter mit Klima- und Umweltfragen. So nahmen die jungen Klimaaktivisten am digitalen Schüler-Klima-Gipfel teil. Mit Schülergruppen aus zehn Schulen im In- und Ausland, über 20 Experten, darunter Klimaforscher Prof. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut und der ehemalige Umweltminister Prof. Klaus Töpfer, wurde im Livestream über Themen wie Klimawandel, Waldsterben 2.0 und Windenergie diskutiert. Mit Blick auf Europas größten Onshore-Windpark in Lichtenau-Asseln war die Diskussion rund um den Ausbau der Offshore-Windenergie als regenerative Energiequelle vom Meer für die Paderborner Jugendlichen besonders interessant. Mit Spannung verfolgten sie außerdem den Bericht eines australischen Klimaforschers und tauschten sich mit Schülerinnen der Deutschen Schule in Shanghai aus.

Im Schulalltag geht es den „Pele Green Teens“ aber nicht nur um globale Probleme. Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen, darüber sind sich die Mitglieder der Klima-AG einig. Sie wollen deshalb in kleinen Schritten das Umweltbewusstsein ihrer Mitschüler schärfen. So organisieren sie die Müll- und Klassendienst-Olympiade. Bereits die Fünftklässler sollen lernen, mehr Eigenverantwortung bei den Klassendiensten, der Mülltrennung und -entsorgung zu übernehmen. Mit Erinnerungsschildern wie „Tüte nötig?“ konnten sie außerdem den Tütenverbrauch in der Cafeteria verringern.

Es geht also nicht nur darum, dass die CO2-Ampeln in den Räumen auf grün bleiben. Mit viel Engagement möchten die „Pele Green Teens“ auch in Pandemie-Zeiten das Pelizaeus-Gymnasium mit all ihren Projekten etwas grüner machen. Mehr Infos gibt es auch im Internet unter www.pelizaeus.de.

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