Vanessa Kamphemann folgt im kommenden Jahr auf Jutta Vormberg
Paderborner Diakonie unter neuer Leitung

Paderborn -

Der zum 1. Januar 2021 anstehende Vorstandswechsel und die Arbeit des Wohlfahrtsverbandes der Evangelischen Kirche in der Corona-Pandemie waren einige der Themen der Mitgliederversammlung der Diakonie-Paderborn-Höxter, die in diesem Jahr digital stattfand.

Freitag, 20.11.2020, 11:33 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 18:36 Uhr
Vanessa Kamphemann (links) tritt am 1. Januar die Nachfolge von Jutta Vormberg als Vorstand und Geschäftsführerin der Diakonie Paderborn-Höxter an.
Vanessa Kamphemann (links) tritt am 1. Januar die Nachfolge von Jutta Vormberg als Vorstand und Geschäftsführerin der Diakonie Paderborn-Höxter an. Foto: Oliver Claes

„Wir sind all die Jahre sehr glücklich mit Jutta Vormberg gewesen“, betonte Nelo Thies, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Diakonie in Vertretung des erkrankten Superintendenten Volker Neuhoff. „Ich habe die Aufgabe sehr gerne gemacht, aber nun steht für mich ein beruflicher Wechsel an“, erklärte Jutta Vormberg, die nach 31 Jahren bei der Diakonie, 25 Jahren in der Geschäftsführung und 17 Jahren als Vorstand zum Jahresende ausscheidet.

Synodalassessor Gunnar Wirth überbrachte den Dank von Superintendent Neuhoff an Jutta Vormberg für die vielen Jahre, in denen sie Aufbauarbeit für die Diakonie geleistet habe. Dazu gehört unter anderem die Gründung des Diakonie-Vereins im November 1998, die Vormberg maßgeblich mitverantwortet hat.

Ab 1. Januar 2021 wird Vanessa Kamphemann, stellvertretende Geschäftsführerin und Standortleiterin in Paderborn, die Diakonie Paderborn-Höxter als Vorstand und Geschäftsführerin vertreten. Das hat der Verwaltungsrat der Diakonie in seiner letzten Sitzung entschieden. Kamphemanns Dank gilt dem Verwaltungsrat für das in sie gesetzte Vertrauen. „Ich freue mich natürlich sehr über die Entscheidung des Verwaltungsrates und weiß auch um die Bedeutung der Position.“

Die Diakonie habe in den vergangenen Jahren intensiv daran gearbeitet, sich als Marke zu stärken und Prioritäten neu zu setzen, sagte Jutta Vormberg. Mitten in diesen Veränderungsprozess platzte die Corona-Krise. „Wir sind trotz Corona weiter für die Menschen da und können durch ein Hygienekonzept den Kontakt zu den Ratsuchenden halten“, betonte Vormberg. Es habe einen Digitalisierungsschub gegeben, und über Beratungsangebote per Telefon und E-Mail würden auch weitere Menschen erreicht.

Eine einschneidende Veränderung in der Arbeit für Geflüchtete ist die Beendigung der Verfahrensberatung und des Beschwerdemanagements in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) des Landes NRW in Bad Driburg und Borgentreich sowie der Ausreise- und Perspektivberatung in den Kreisen Paderborn und Höxter zum Jahresende. Grund sind veränderte Förderrichtlinien des Landes: Die dann nötigen Eigenmittel (60.000 Euro) kann die Diakonie nicht aufbringen. Fortgesetzt werde die regionale Flüchtlingsberatung in einzelnen Kommunen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es für die Psychosoziale Erstberatung in Borgentreich. „Die Diakonie wird sich doch bewerben, um das Projekt fortzusetzen“, so Vormberg.

Die Diakonie werde außerdem ihre Integrationsarbeit intensivieren und in Höxter eine Antidiskriminierungsstelle einrichten sowie in Paderborn in die Quartiersarbeit im Riemekeviertel einsteigen. Als „zwischen Hoffen und Bangen“ beschrieb sie die Aussichten für die Psychosoziale Krebsberatung. Zwar seien die gesetzlichen Krankenkassen nach jahrelangem Kampf nun verpflichtet, 40 Prozent der Kosten zu finanzieren, aber 60 Prozent seien noch nicht ausreichend gesichert.

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