Brüderkrankenhaus in Paderborn setzt neue Methode ein
Prostata-OP per Laser

Paderborn -

Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist eine Volkskrankheit, die mit zunehmendem Lebensalter nahezu alle Männer betrifft. Im Gegensatz zur bösartigen Geschwulst, dem Prostatakarzinom, handelt es sich um eine durch Hormonveränderungen verursachte Zunahme des inneren Drüsenanteils: Im Paderborner Brüderkrankenhaus wird diese Erkrankung jetzt mit einem hochmodernen Laser behandelt.

Freitag, 20.11.2020, 06:38 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 18:44 Uhr
Fadi Nazha (vorne) sieht auf dem Bildschirm, wie er das Instrument durch die Harnröhre schiebt. Vanessa Wünsche reicht Instrumente an. Im Hintergrund Chefarzt Dr. Andreas Kuttat. Sobald der Laser eingeschaltet wird, tragen die Operateure Laserschutzbrillen.
Fadi Nazha (vorne) sieht auf dem Bildschirm, wie er das Instrument durch die Harnröhre schiebt. Vanessa Wünsche reicht Instrumente an. Im Hintergrund Chefarzt Dr. Andreas Kuttat. Sobald der Laser eingeschaltet wird, tragen die Operateure Laserschutzbrillen.

Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist eine Volkskrankheit, die mit zunehmendem Lebensalter nahezu alle Männer betrifft. Im Gegensatz zur bösartigen Geschwulst, dem Prostatakarzinom, handelt es sich um eine durch Hormonveränderungen verursachte Zunahme des inneren Drüsenanteils: Im Paderborner Brüderkrankenhaus wird diese Erkrankung jetzt mit einem hochmodernen Laser behandelt.

„Die Prostata kann man sich vereinfacht wie eine Apfelsine mit Schale und Fruchtfleisch vorstellen. Ähnlich wie man die Schale vom Fruchtfleisch bei der Orange ablöst, lässt sich per Laser das überschüssige Gewebe der Prostata vollständig entfernen“, erklärt Dr. Andreas Kutta, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Brüderkrankenhauses St. Josef.

Der Holmium Laser (HoLEP) hat eine hohe Effektivität auf kurze Distanz, so dass die empfindlichen Strukturen an der Prostatakapsel geschont werden.

Der Eingriff findet vollständig durch die Harnröhre, endoskopisch, statt. „Den Patienten wird der Unterbauch-Schnitt mit Drainage und Hautnaht, wie bei der offenen OP notwendig, erspart. Sie erholen sich schneller von dem Eingriff als bei einer offenen Operation“, sagt Kutta.

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