Verein will sobald wie möglich wieder Training anbieten
DLRG bedankt sich digital bei Helfern

Paderborn -

Es wäre das 58. Helfermahl gewesen, das im November in den Räumen der Sparkasse Paderborn für alle aktiven Helfer der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) Paderborn hätten stattfinden sollen. Doch die Pandemie hat die Ausrichtung in diesem Jahr unmöglich gemacht. „Einfach nur abzusagen, war uns zu schade“, sagt Nicole Glawe-Miersch, die stellvertretende Vorsitzende der DLRG Paderborn.

Dienstag, 24.11.2020, 00:34 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 00:40 Uhr
Paderborns Bürgermeister Michael Dreier nahm ebenfalls an der digitalen Veranstaltung teil.
Paderborns Bürgermeister Michael Dreier nahm ebenfalls an der digitalen Veranstaltung teil. Foto: DLRG

Also hieß es kreativ zu werden und die Mittel einbeziehen, mit denen viele Vereinsmitglieder inzwischen bei der Arbeit oder in der Schule umgehen gelernt hätten, teilte die DLRG mit. Ein Konzept für ein Helfermahl in Form eines Online-Meetings als digitale Variante nahm schnell Gestalt an. Auch Förderer und Sponsoren habe das Konzept überzeugt. So gab es mit Hilfe der Sparkasse Paderborn statt des gemeinsamen Essens eine Snacktüte. In der Snacktüte fanden alle Teilnehmer Leckereien von herzhaft bis süß sowie kleine Überraschungen wie etwa einen neuen DLRG-Mund-Nasen-Schutz.

Das Programm begann mit den Grußworten von Manfred Müller, der auch nach seiner aktiven Amtszeit als Landrat die Arbeit der DLRG besonders wertschätze. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier, der Schirmherr der DLRG Paderborn, wählte sich über seinen Computer in die Veranstaltung ein und sprach lobende Worte: „Ich freue mich sehr, dass der Vorstand eine Möglichkeit gefunden hat und das Helfermahl nicht hat ausfallen lassen. Diese Veranstaltung passt in die digitale Stadt Paderborn und zeigt auf, was mit Kreativität und gutem Willen leistbar ist. Ich bedanke mich sehr bei den Aktiven, die mit ihrer Arbeit in den Schwimmbädern, aber auch am Lippesee einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten. Bitte lasst euch nicht entmutigen und bleibt mit Elan dabei, auch wenn wir nun schon zum zweiten Mal die Schwimmbäder schließen mussten“, sagte Dreier.

Dem Dank schloss sich Nicole Glawe-Miersch an. Sie lobte insbesondere die beispielhafte Ausarbeitung des neuen Trainings- und Hygienekonzepts für die Schwimmgruppen in den Bädern. „Wir haben aktuell die Situation, dass wir weder alle aktiven Helferinnen und Helfer noch alle Kinder und Jugendlichen zurück in den Trainingsbetrieb holen können. Die Anzahl der Personen im Bad musste reduziert werden und so konnten wir nicht jedem von der Wiedereröffnung an einen Platz geben. Wir werden aber, sobald wir die Bäder wieder nutzen dürfen, weiter daran arbeiten, nach einem Wechselsystem möglichst vielen Kindern und Jugendlichen einen Platz anzubieten. Das reine Mitgliederschwimmen muss zugunsten der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen bis auf Weiteres aussetzen. Wir hoffen hier auf das Verständnis unserer Mitglieder“, sagte Nicole Glawe-Miersch.

Mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse sei es gelungen, Jérôme Adjallé, Trainer und Coach, der aus Hamburg zugeschaltet war, für einen Vortrag zu gewinnen. Eine Stunde habe er nach Angaben der DLRG wertvolle Tipps zu „Gewonnen wird im Kopf – verloren auch“ gegeben. Der Umgang mit Krisensituationen und das Hinterfragen der eigenen Einstellung seien dabei von ihm mit lebhaften Beispielen erläutert worden.

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