Ein Kommentar aus Paderborner Perspektive zum Verbot verkaufsoffener Adventssonntage
Zitterpartie beenden

Paderborn -

Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Am Dienstag ist sie gestorben: im Einzelhandel, in CDU und FDP und bei denjenigen Beschäftigten in der Branche, die durchaus gewillt sind, an einem Sonntag im Advent fünf Stunden lang zu arbeiten. Die gibt es nämlich – auch wenn Verdi das nicht hören mag.

Mittwoch, 25.11.2020, 11:25 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 11:28 Uhr
Nach dem OVG-Urteil wird es auch an den Adventssonntagen in der Paderborner Innenstadt ruhig zugehen. Die Geschäfte bleiben geschlossen.
Nach dem OVG-Urteil wird es auch an den Adventssonntagen in der Paderborner Innenstadt ruhig zugehen. Die Geschäfte bleiben geschlossen.

Die Situation des heimischen Handels ist prekär, die Umsatzrückgänge sind dramatisch. Daher ist es richtig darüber nachzudenken, wie man die Händler entlasten kann. Anders als in der Gastronomie herrscht aber derzeit kein Quasi-Berufsverbot, so dass die Politik hier schon kreativ werden muss. Eines ist klar: Keinesfalls darf es Lösungen geben, die die Kommunen belasten.

Der tatsächliche Skandal ist aber, dass die Paderborner Werbegemeinschaft seit dem Jahr 2017 immer wieder erneut darum zittern muss, welche von den beantragten verkaufsoffenen Sonntagen durchgeführt werden können. Alle Beteiligten brauchen endlich Planungssicherheit. Darum muss die Politik nun endlich ihre Hausaufgaben machen – und zwar so, dass die Regelungen gerichtsfest sind. Denn auf ein Einlenken der Gewerkschaft braucht man wohl nicht mehr zu hoffen.

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