Der neu gewählte Paderborner Integrationsrat nimmt am 12. Januar seine Arbeit auf
Bisheriger Vorsitzender Recep Alpan sieht sich in Verantwortung

Paderborn -

Recep Alpan steht bei der konstituierenden Sitzung des Paderborner Integrationsrates am 12. Januar wieder für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung, würde sich aber freuen, wenn es Mitbewerber gibt.

Sonntag, 29.11.2020, 21:17 Uhr aktualisiert: 29.11.2020, 21:20 Uhr
Recep Alpan war bis Ende Oktober Vorsitzender des Integrationsrates. Zu den 15 gewählten Mitgliedern kommen noch sieben weitere, die vom Stadtrat entsendet werden. Die konstituierende Sitzung des Integrationsrates ist am 12. Januar. Dann will Alpan sich erneut zur Wahl als Vorsitzender stellen.
Recep Alpan war bis Ende Oktober Vorsitzender des Integrationsrates. Zu den 15 gewählten Mitgliedern kommen noch sieben weitere, die vom Stadtrat entsendet werden. Die konstituierende Sitzung des Integrationsrates ist am 12. Januar. Dann will Alpan sich erneut zur Wahl als Vorsitzender stellen. Foto: Maike Stahl

„Wir sehen uns als stärkste Gruppierung in der Verantwortung, auch um auf lokaler Ebene das besser zu machen, was zwischen Deutschland und der Türkei international nicht so gut läuft“, sagt Alpan, der als Spitzenkandidat der Liste Deutsch-Türkische Freundschaft angetreten ist, die 21,7 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten hat. Zweitstärkste Liste wurde die PBG, die ebenfalls mit drei gewählten Mitgliedern im neuen Integrationsrat vertreten sein wird. Die Wahlbeteiligung der 37.837 Wahlberechtigten lag bei 15,7 Prozent .

Der Integrationsrat vertritt die Interessen der Paderborner Bevölkerung mit Migrationshintergrund. „Um diese Arbeit bekannter zu machen und in unseren Communities für Engagement zu werben, bieten wir viel an, zuletzt beispielsweise einen Besuch im Landtag und beim Landesintegrationsrat, aber auch Podiumsdiskussionen zur Landrats- und Bürgermeisterwahl“, berichtet Alpan. Der Integrationsrat berät bei integrationspolitischen Belangen und Problemen und nimmt so Einfluss auf die entsprechenden Entscheidungen des Rates und seiner Gremien. Im Sozial-, Kultur,- und Schulausschuss ist jeweils ein Mitglied des Integrationsrates mit beratender Stimme vertreten. „Das war ein Erfolg, dass wir das durchsetzen konnten“, sagt Recep Alpan. „Gerade in diesen Ausschüssen werden Themen besprochen, die Migranten besonders betreffen.“

Mitreden und Miteinander Reden – darauf kommt es für den Türken, der seit 2017 auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, an. „Die Arbeit ist sehr aufwändig und intensiv, aber wir haben hier in Paderborn eine komfortable Situation mit einem wirklich guten Miteinander der Lokalpolitik und der Migrantenorganisationen“, freut er sich. Das gelte auch für den Integrationsrat selbst in dem aus vielen verschiedenen Perspektiven gemeinsam und mit starker Stimme die Belange der Migranten vertreten würden.

In dem neu gewählten Gremium wird erstmals auch die AfD durch Denis Fischer mitreden. Im Wahlkampf gab es starke Spannungen zwischen AfD und Integrationsrat. Doch der Arbeit mit Fischer sieht Alpan gelassen entgegen. „Wir haben uns bereits getroffen, intensiv ausgetauscht und manches entschärft.“ In anderen Punkten lägen die Ansichten jedoch nach wie vor weit auseinander. „Ich bin gespannt“, sagt Alpan.

Das sind die neuen Mitglieder: Mohamed Kanet (Die Kurden in Paderborn), Recep Alpan, Ümüt Yurdaer, Ilayda Gül Sari (alle Deutsch-Türkische Freundschaft), Verani Kartum (Volt), Sohail Ahmed, Mohamed Hafez (beide Die Unabhängigen), Tamara Pahmeyer, Tiana Lukić, Fang Yu, Natalia Hoffmann (alle PBG), Alexander Wittmer, Maxim Galzow (beide Deutsch-Russische Gesellschaft Paderborn), Domenico Lombardo (Italia 2000), Denis Fischer (AfD). Dazu entsendet der Stadtrat noch sieben weitere Mitglieder.

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