Noch ist nicht klar, wann der Betrieb in der Sälzerhalle aufgenommen wird – zuerst legen mobile Teams los
Impfzentrum des Kreises Paderborn ist startklar

Paderborn/Salzkotten. -

Der Kreis Paderborn ist bereit: Sobald der Impfstoff gegen das Corona-Virus in Deutschland zugelassen und verfügbar ist, kann mit den Impfungen begonnen werden. „Das Impfzentrum in der Sälzerhalle in Salzkotten ist startklar“, überzeugte sich Landrat Christoph Rüther am Mittwoch vor Ort.

Mittwoch, 16.12.2020, 18:29 Uhr aktualisiert: 16.12.2020, 18:32 Uhr
In der Sälzerhalle gibt es neben zwölf Impfkabinen auch eine Anmeldung, einen Wartebereich, Séparées für Arztgespräche
In der Sälzerhalle gibt es neben zwölf Impfkabinen auch eine Anmeldung, einen Wartebereich, Séparées für Arztgespräche Foto: Kreis Paderborn

I n zwölf getrennten Impfkabinen, die eine Verabreichung des Impfstoffs ohne Stau gewährleisten, sollen künftig bis zu 1000 Menschen täglich unter Einhaltung aller erforderlichen Abstände und Sicherheitsvorkehrungen geimpft werden . „Hier riskieren letztlich Menschen ihre Gesundheit, um andere zu schützen, das zeugt von menschlicher Größe“, unterstreicht Rüther. Deshalb seien optimale Rahmenbedingungen wichtig. Eine Abluftanlage, die dafür sorgt, dass keine virenbelasteten Aerosole in den Räumen verbleiben, genügend Kühlschränke für den Impfstoff, die Barrierefreiheit der Räume und genügend Parkplätze seien weitere Standortvorteile der Sälzerhalle.

Alle Abläufe im Impfzentrum sind detailliert festgelegt. Ohne Termin keine Impfung. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) trifft derzeit alle Vorbereitungen für eine Terminvergabe.

Da der Impfstoff zu Beginn nach Einschätzung des Paderborner Krisenstabes nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen wird, werden aber zunächst mobile Teams die Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und alle, die mit ihnen in Berührung kommen, sowie medizinisches Fachpersonal impfen, wie es die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt. Der Impfstoff werde vor Ort in den Einrichtungen aufbereitet und von Ärzten verabreicht. „Deshalb können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Impftermine vergeben“, unterstreicht Dr. Gregor Haunerland von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), der gemeinsam mit Dr. Gerhard Markus für die medizinische Leitung des Impfzentrums verantwortlich zeichnet. Der Kreis Paderborn hat die Gesamtleitung und ist zuständig für Aufbau und Organisation.

Wenn es dann in der Sälzerhalle losgeht, die innerhalb von nur zwei Wochen in einem Kraftakt aller Beteiligten zum Impfzentrum umgebaut wurde, können bis zu 1000 Menschen täglich geimpft werden, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Im Eingangsbereich wird ein Sicherheitsdienst überprüfen, ob der Impfwillige alle Voraussetzungen erfüllt. Fieber messen zählt ebenfalls zum so genannten „Check-in“. In der Anmeldung werden Aufklärungsbögen und Laufzettel der KV mit allen Stationen verteilt. Im so genannten Aufklärungsbereich werden die Impfwilligen informiert. Besteht Beratungs- oder Gesprächsbedarf, stehen separate Kabinen mit Ärzten zur Verfügung. Die eigentliche Impfung erfolgt in zwölf separaten Kabinen. Geimpft wird in den Oberarm. Die Aufbereitung des Impfstoffs übernimmt ein Apotheker.

Danach geht es in den Beobachtungsbereich. Den frisch Geimpften wird empfohlen, 30 Minuten dort zu verbleiben, falls unerwartete Impfreaktionen auftreten, sind dort Ärzte zur Stelle. Die Sicherung des Gebäudes und des Impfstoffs übernehmen die Kreispolizeibehörde Paderborn und Sicherheitsdienste.

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