Verbraucherzentrale Paderborn registriert mehrere Beschwerden
Lockdown sorgt für Ärger bei Fitnessstudios

Paderborn -

Die Fitnessstudios bleiben auch in Paderborn weiterhin geschlossen. Wann sie wieder öffnen dürfen, ist noch unklar. Die Verbraucherzentrale Paderborn registriert in diesem Zusammenhang mehrere Beschwerden von Mitgliedern, die sich über Vertragsverlängerungen ärgern.

Mittwoch, 13.01.2021, 05:00 Uhr
Fitnessstudios bangen wegen des neuerlichen Lockdowns um ihre Existenz, warnt der Branchenverband DSSV. Ob Verträge verlängert werden dürfen und in wie weit sich Beiträge reduzieren, das beschäftigt derzeit die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Paderborn. Foto: dpa/Britta Pedersen
Fitnessstudios bangen wegen des neuerlichen Lockdowns um ihre Existenz, warnt der Branchenverband DSSV. Ob Verträge verlängert werden dürfen und in wie weit sich Beiträge reduzieren, das beschäftigt derzeit die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Paderborn. Foto: dpa/Britta Pedersen

Bei Susanne Paleschke, Leiterin der Verbraucherzentrale Paderborn, und ihrem Team gibt es fast täglich Nachfragen von Hobby-Sportlern: „Uns sind mehrere Studios – auch hier in der Region – aufgefallen, die auf eine fristgerechte Kündigung mit einer kostenpflichtigen Vertragsverlängerung um drei Monate reagiert haben.“ Wie man sich dagegen wehrt, darüber informiert die Verbraucherzentrale auf einer Sonderseite auf ihrer Homepage („ Ärger um Kündigung – so setzen Sie Ihre Rechte beim Fitnessstudio durch “).

„Wer sein Fitnessstudio wegen Corona nicht nutzen konnte, weil es ganz geschlossen war oder ein Notprogramm angeboten hat, der muss für die Zeit nicht oder zumindest nicht den vollen Beitrag zahlen“, heißt es dazu auf der Seite. Wenn das Fitnessstudio eine fristgerechte Kündigung nicht akzeptiert, ist der Nachweis wichtig, dass die fristgerechte Kündigung beim Empfänger angekommen ist. Die Verbraucherzentrale bittet auch um Verständnis für die harte Lage der Betreiber. „Hat sich das Studio um Lösungen bemüht, waren Sie zum Beispiel mit einem Online-Programm zufrieden oder bietet Ihr Studio eine kostenlose Verlängerung des Vertrags an im Gegenzug für die Corona-Monate? Solche Lösungen können Sie, wenn dies für Sie möglich ist, durchaus akzeptieren.“

Doch nicht nur für so manches Mitglied von Fitnessstudios wird der Lockdown zum Ärgernis, sondern auch so manchem Betreiber treibt die Corona-Krise Schweißperlen auf die Stirn. „Normalerweise sind die Monate November bis Februar die Monate, in denen die allermeisten Neukunden geworben werden. Fällt dieser Zeitraum weg, ist die Basis für das Geschäftsjahr 2021 ganz erheblich beeinträchtigt“, betont Birgit Schwarze vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) auf Nachfrage dieser Zeitung.

Das vergangene Jahr habe für die Branche in etwa mit einem Umsatzminus von einer Million Euro geendet. Seit März 2020 konnten praktisch keine Neukunden gewonnen werden. Der Branchenverband kritisiert, dass die von der Regierung zugesagten finanziellen Überbrückungsgelder und Hilfen überhaupt nicht bei den Betrieben ankommen würden, aber sämtliche Kosten wie Mieten, Betriebskosten, Finanzierungen und Leasing weiter beglichen werden müssten.

Das bestätigte auch die Geschäftsführung eines Fitnessstudios in Paderborn, das ungenannt bleiben möchte. Demnach seien erst in dieser Woche – zwei Monate nach dem Beginn des harten Lockdowns – die ersten Gelder, eine Abschlagszahlung für den Monat November, überwiesen worden. Das bereite laut dem Branchenverband DSSV vielen Betrieben große wirtschaftliche Probleme.

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