Corona-Lage im Kreis Paderborn am Donnerstag: Inzidenzwert liegt bei 97,8 – zurzeit 535 Infizierte – 57 Personen im Krankenhaus
Zwei Frauen (90) gestorben – 67 Neuinfektionen

Paderborn (WB/LaRo) -

Zwei Frauen aus Borchen und Delbrück sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Beide waren 90 Jahre alt. Das teilte der Kreis Paderborn am Donnerstagnachmittag mit. Zudem sind dem Kreisgesundheitsamt weitere 67 Neuinfektionen gemeldet worden (Stand 11 Uhr).

Donnerstag, 14.01.2021, 13:20 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 13:52 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Die Zahl der Todesfälle ist damit, wie bereits berichtet, seit Pandemie-Beginn auf 114 gestiegen. Da den Angaben der Verwaltung zufolge 19 weitere Corona-Erkrankte eine akute Infektion überstanden haben, sind zurzeit offiziell 535 Menschen infiziert (Vortag 489). Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (236), Delbrück (78), Borchen (53), Bad Lippspringe (41), Hövelhof (31), Altenbeken (30), Salzkotten (20), Bad Wünnenberg (19), Lichtenau (17) und Büren (10).

57 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 19 von ihnen intensivmedizinisch. 1868 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie berichtet – für den Zeitraum vom 7. bis zum 13. Januar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 97,8 aus (Datenstand: 14.1., 0 Uhr). Am Vortag war dieser offizielle Wert mit 118,6 angegeben worden. Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen ist seit Ausbruch der Pandemie auf 5302 gestiegen. 4653 Erkrankten gelten als genesen. Am Mittwoch hatte der Kreis einen Todesfall und 64 Neuinfektionen bekannt gegeben.

14. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

14. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Dienstag, 12. Januar, 3934 (Vortag 3837) Menschen geimpft worden. Davon sind 1848 (1801) Heimbewohner (47 Prozent) und 2066 (2036) Angehörige von Pflegeberufen (53 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht. Der Kreis Paderborn hat nun zudem die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Wenn vom 25. Januar an Impftermine für das Impfzentrum in der Sälzerhalle vereinbart werden können, erwarten Dr. Ulrich Polenz und Dr. Gregor Haunerland einen Ansturm auf die telefonische Hotline. Die beiden Mediziner von der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) weisen die Personen der Priorisierungsstufe 1 (älter als 80 Jahre) daher darauf hin, dass schon bald auch eine Impfung beim Hausarzt möglich ist. Hier geht es zu unserem „Fragen und Antworten“-Bericht.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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