Corona macht erfinderisch: Wettbewerb „Jugend forscht“ am 4. März wegen Gesundheitsschutz nur digital
55 Jungforscher präsentieren 28 Projekte

Paderborn (WB/rob/ag) -

Corona macht erfinderisch. Auch beim Nachwuchsforscher-Wettbewerb „Jugend forscht“. Die Corona-Pandemie sorgt für ein Novum: Erstmals werden die Teilnehmer ihre Projekte virtuell präsentieren.

Montag, 25.01.2021, 23:42 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 23:50 Uhr
Das Heinz-Nixdorf-Museumsforum richtet den Wettbewerb wieder aus, doch findet er wegen der Corona-Pandemie nur digital statt.
Das Heinz-Nixdorf-Museumsforum richtet den Wettbewerb wieder aus, doch findet er wegen der Corona-Pandemie nur digital statt.

Für den Paderborner Regionalentscheid 2021 haben sich 55 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher angemeldet. 28 Projekte würden präsentiert, berichtet Andreas Stolte, Pressesprecher des den Wettbewerb ausrichtenden Heinz-Nixdorf-Museumsforums in Paderborn. Am Samstag, 4. März, werden die Tüftler ganztägig einer Jury präsentieren, womit sie sich über Wochen oder gar Monate beschäftigt haben.

Aus dem Kreis Paderborn werden in diesem Jahr mit dem Gymnasium Schloß Neuhaus und dem Paderborner Pelizaeus-Gymnasium nur zwei Schulen bei „Jugend forscht“ vertreten sein – dafür aber gleich mit acht Projekten. Dass sich dabei gleich mehrere Projekte mit Themen rund um die Corona-Pandemie beschäftigen, dürfte nicht verwunderlich sein.

So wird sich eine Gruppe des Pelizaeus-Gymnasiums mit verschiedenen Lösungsansätzen damit beschäftigen, welche Masken wie sehr vor dem Virus schützen und wie häufig sie verwendbar sind. Am Gymnasium Schloß Neuhaus haben hingegen Schüler das Spiel „Lily und das Virus“ entwickelt, mit dem sie das coronakonforme Verhalten in der Schule, besonders in den Klassenräumen einüben und vertiefen wollen. Auch ein Gerät zum Desinfizieren von Bällen in Sportvereinen soll entwickelt werden.

In einem weiteren Projekt aus Schloß Neuhaus werden 14 handelsübliche Tampons in einer mehrdimensionalen Untersuchungsreihe auf den Prüfstand gestellt, am Pelizaeus-Gymnasium überlegen Schüler, wie man durchsichtiges abbaubares Plastik herstellen kann.

Um „Jugend forscht“ im Jahr 2021 wieder zu einem Erfolg werden zu lassen, hätten alle Wettbewerbe ins Virtuelle verlagert werden müssen, erläutert HNF-Sprecher Andreas Stolte. Die Jungforscherinnen und -forscher ständen schon seit Monaten in den Startlöchern und wollten ihre Arbeiten präsentieren, und so werde es eine geeignete Video-Plattform geben, die einer Präsenzveranstaltung hoffentlich nahe komme und wo die Jury mit den einzelnen Gruppen auch direkt beim Digital-„Jugend forscht/„Schüler experimentieren“ ins Gespräch komme. Besonders für junge Leute sei solch ein Wettbewerb mit Präsentation und Ausstellung eine wichtige Erfahrung für das Leben, so Andreas Stolte.

Lange sei unklar gewesen, wie der Paderborner Regionalwettbewerb 2021 wegen des Lockdowns überhaupt organisiert werden könne. Die Veranstalter überlegten, wie man die Arbeiten nach der Juryentscheidung digital präsentieren könne: Mit Fotos und Inhalt – und unter Wahrung alle datenschutzrechtlichen Vorgaben. Auch wie die Medien eingebunden werden könnten müsse geklärt werden. „Wir hatten als Nixdorf Forum im 25. Jahr unseres Bestehens große Pläne, nun müssen wir schauen, was 2021 geht“, so Andreas Stolte. Im Herbst soll das Jubiläum groß gefeiert werden.

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