Hemingway‘s spendet an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter
Faultiere bringen 10.000 Euro

Paderborn -

10.000 Euro sind bei der Spendenaktion der Paderborner Cocktailbar Hemingway‘s zusammengekommen. Das Geld geht an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter.

Montag, 01.02.2021, 05:30 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 08:18 Uhr
10.000 Euro und putzige Faultiere haben (von rechts) Zuheir Cheikh Moussa (Hemingway‘s) und Wolfgang Bannenberg (W2 Werbung) an Stefan Rotthoff und Kathrin Abrokat vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst überreicht.
10.000 Euro und putzige Faultiere haben (von rechts) Zuheir Cheikh Moussa (Hemingway‘s) und Wolfgang Bannenberg (W2 Werbung) an Stefan Rotthoff und Kathrin Abrokat vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst überreicht. Foto: Jörn Hannemann

Unter dem Motto „Nichtstun ist auch keine Lösung“ startete das Hemingway‘s zusammen mit dem Bad Lippspringer Unternehmen W2 Werbung in der Vorweihnachtszeit die Spendenaktion mit anfangs 50 Faultieren. Die ersten Exemplare der putzigen Plüschtiere waren innerhalb weniger Stunden vergriffen. Am Ende wurden mehr als 450 für den guten Zweck verkauft.

Das Geld kann der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter mehr als gut gebrauchen: „Das Spendenaufkommen ist 2020 um fast 40 Prozent zurückgegangen“, sagt der ehrenamtliche Mitarbeiter Stefan Rotthoff. Hinzu kommt, dass natürlich auch die Corona-Pandemie die Arbeit der 53 Ehrenamtlichen, die aktuell 26 Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern betreuen, erschwert. Im ersten Lockdown wurde unter dem Motto „In Verbindung bleiben – Verbindung schaffen“ vor allem zum Telefon gegriffen. „Die Ehrenamtlichen sind in dieser Zeit eng an der Seite der Familien geblieben und haben Kontakt gehalten. Für viele Familien waren wir der einzige Kontakt in dieser Zeit, der verlässlich da war“, sagt Kathrin Abrokat, die sich im vergangenen Jahr hat zur Ehrenamtlichen ausbilden lassen.

Mehr als 450 Faultiere wurden im Hemingway‘s verkauft.

Mehr als 450 Faultiere wurden im Hemingway‘s verkauft. Foto: Oliver Schwabe

Seit Mitte Mai konnten die Mitarbeiter des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes die Familien wieder persönlich begleiten – mit einem strengen Hygienekonzept natürlich. Sonst übliche große Treffen fanden deshalb nicht statt, dafür aber viele kleinere Aktionen: Ausflüge in den Haxterpark und den Haxtergrund, eine Alpakawanderung in Dahl, ein Besuch auf dem Bauernhof Leifeld in Gehrden oder ein Geschwistertag in Essentho. „Die Familien freuten sich, aus der Isolation herauszukommen und Gleichgesinnte zu treffen“, sagt Kathrin Abrokat.

Seit dem zweiten Lockdown im November findet der Kontakt wieder fast ausschließlich auf digitalem Weg statt. Unterstützung erhält der Verein von den Paderborner Klinikclowns, die die Familien per Videokonferenz „besuchen“. Ein weiterer Lichtblick im Lockdown sind jetzt zudem einige niedliche Faultiere, die der Paderborner Großhandel Heinemann für die Familien gespendet hat.

„Die Familien, die wir begleiten, sind von der Pandemie besonders betroffen, da auch die Angehörigen immer von der Angst begleitet werden, das erkrankte Kind anzustecken“, sagt Kathrin Abrokat. Daher müssten die Geschwister häufig auf wesentlich mehr verzichten als ihre gleichaltrigen Freunde: „Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit den Möglichkeiten, die uns bleiben, an der Seite der Familien sind und mit ihnen in Verbindung bleiben.“

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