Die Coronalage im Kreis Paderborn am Dienstag: 96-jährige Frau und 83-jähriger Mann verstorben
Zahl der Todesfälle steigt auf 133

Paderborn -

Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Corona-Pandemie ist im Kreis Paderborn auf 133 gestiegen: Eine 96-jährige Frau aus Paderborn und ein 83-jähriger Mann aus Hövelhof sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben.

Dienstag, 23.02.2021, 16:56 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 20:10 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: imago

Laut dem Lagebericht des Kreises vom Dienstag stehen 19 neuen Corona-Fällen 99 weitere Erkrankte gegenüber, die eine Infektion überstanden haben (Stand: 11 Uhr). Insgesamt sind derzeit 176 Menschen im Kreis Paderborn mit dem Coronavirus infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (74), Hövelhof (27), Büren (26), Salzkotten (16), Delbrück (11), Lichtenau (6), Altenbeken (5), Bad Lippspringe (4), Borchen (4) und Bad Wünnenberg (3).

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6.400, die der Corona-Erkrankten, die eine akute Infektion überstanden haben und als genesen gelten, liegt bei 6.091. 39 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 17 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. 842 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist für den Zeitraum vom 16. bis zum 22. Februar – wie bereits berichtet – eine Sieben-Tages-Inzidenz von 42,6 (Datenstand: 23. Februar, 0 Uhr). Am Vortag lag der Wert bei 47,4. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“) ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Dienstag bei 60,6 (Vortag: 61,7) und in Deutschland bei 60,5 (61). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 47,7 (49,9) – Hochsauerlandkreis 80,8 (84,3) – Höxter 54,9 (56,3) – Lippe 50,1 (49,2) – Soest 58 (59).

In der ersten März-Woche 1700 statt 1200 Impfdosen

Wie der Kreis mitteilt, erhalten ab nächster Woche Montag die ersten Impflinge im Impfzentrum Salzkotten ihre Zweitimpfung. Das Vakzin von Biontech/Pfizer muss in einem Abstand von drei Wochen zweimal verimpft werden, um seinen vollen Schutz zu entfalten. Ab 1. März erhalten dann im Impfzentrum 1.200 Personen pro Woche eine Zweitimpfung. Außerdem stehen in der ersten Märzwoche rund 1.700 Dosen von Biontech/Pfizer für eine Erstimpfung von Über-80-Jährigen zur Verfügung. „Damit stehen uns in der Woche gut 500 Dosen mehr für Erstimpfungen zur Verfügung als bisher. Im Laufe der Woche werden daher weitere Impftermine für über 80-Jährige freigeschaltet, die über die Kassenärztliche Vereinigung gebucht werden können“, erklärt Dr. Constanze Kuhnert, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Terminbuchungen für die Gruppe der impfberechtigten über 80-Jährigen können unter 0800 116117 02 www.impfterminservice.de vorgenommen werden.

Wie bereits berichtet hat es im Impfzentrum des Kreises Paderborn bis einschließlich Montag, 22. Februar, 3451 (Sonntag: 3218) Erstimpfungen und 22 (22) Folgeimpfungen gegeben.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn vom 23. Februar.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn vom 23. Februar. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 22. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

 

 

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