Verbund-Volksbank OWL setzt erstmals eine mobile Filiale ein – Bilanzsumme steigt auf fast 7 Milliarden Euro
Ab Sommer fährt der Volksbank-Bus

Paderborn (WB) -

Die größte Volksbank in der Region – die Verbund-Volksbank OWL mir rund 1000 Mitarbeitern – blickt trotz der Corona-Pandemie auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück.

Samstag, 06.03.2021, 00:04 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 08:42 Uhr
Die Verbund-Volksbank OWL in Paderborn.
Die Verbund-Volksbank OWL in Paderborn. Foto: Volksbank

Die Bilanzsumme kletterte um 9,6 Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro (6.988 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis vor Bewertung – also der Gewinn – ging nur leicht zurück auf 61,8 (2019: 62,2) Millionen Euro. „Damit liegen wir über Plan“, freut sich Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter.

Bankchef Ansgar Käter

Bankchef Ansgar Käter

Ein Novum hat sich die Verbund-Volksbank für das laufende Jahr überlegt: Erstmals plant die Bank ab Sommer den Einsatz eines Volksbank-Busses als erste mobile Filiale der Volksbank in OWL in der 160-jährigen Geschichte. Damit sollen Kunden in den ländlichen Regionen der Kreise Höxter und Paderborn etwa mit Bargeld versorgt werden.

Der Volksbank-Bus wird zum Start Haltestellen in den Kreisen Höxter und Paderborn anfahren. Welche genau, wird derzeit erarbeitet. Vorgesehen sind Derental (Landkreis Holzminden) und Albaxen (Kreis Höxter). Beide Filialen hatte die Volksbank zuletzt geschlossen mit der Begründung, sie seien nicht adäquat gegen Geldautomatensprenger zu sichern. Der Bankbus wird in Norddeutschland produziert. In die mobile Filiale, die höchsten Sicherheitsanforderungen entspricht und mit moderner Technik ausgestattet ist, investiert das Institut einen sechsstelligen Betrag.

Unterm Strich kommt die Volksbank im Geschäftsjahr 2020 auf einen Jahresüberschuss von 14,6 (14,7) Millionen Euro. Der Zinsüberschuss betrug 116,2 (115,8) Millionen Euro und lag damit leicht oberhalb des Vorjahresniveaus. Gestiegen ist auch der Provisionsüberschuss – von 38,7 auf 39,2 Millionen Euro. Im Kreditgeschäft habe es einen Rekordzuwachs von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahresende gegeben. Bilanziell stiegen die Forderungen an Kunden um 3,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Das Neukreditvolumen belief sich auf über 1,24 Milliarden Euro. Prägend war wie im Vorjahr insbesondere eine anhaltend starke Nachfrage im Bereich der gewerblichen Finanzierungen sowie der Immobilienfinanzierungen. Der Wertpapierumsatz stieg um 34 Prozent auf über 1,6 Milliarden Euro. „Die Verbund-Volksbank OWL hat auch in diesem schwierigen Jahr 2020 gezeigt, dass sie über ein nachhaltiges und erfolgreiches Geschäftsmodell und eine angemessene Kapitalisierung verfügt, um der Krise zu trotzen“, betont Käter.

Auch der Vermögensverwalter „Werther und Ernst“, an dem die Verbund-Volksbank OWL mit 70 Prozent beteiligt ist, habe seinen Erfolgskurs fortgesetzt. Zum Jahresende betreute das Team mehr als 1000 Kunden und verwaltete ein Vermögen von rund 1,4 Milliarden Euro. „Werther und Ernst“ gehört zu den größten unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland. Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank werden der Vertreterversammlung eine Dividende auf Vorjahresniveau von 3,0 Prozent vorschlagen.

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