Streit um Corona-Wirkstoffe: Neurologe rät zu mRNA-Impfstoff, Patientin wird im Paderborner Impfzentrum aber abgewiesen
„Dann lasse ich mich nicht impfen“

Paderborn/Salzkotten -

Nicht alle Corona-Impfstoffe sind für jeden gleich gut geeignet, die Skepsis nach dem vorübergehenden Astrazeneca-Aus in dieser Woche ist groß. Trotzdem gibt es bei der Impfung keine Wahlfreiheit. Dass das immer wieder zu Problemen und Ärger führt, zeigt ein Fall einer 55-jährigen Paderbornerin. Von Jörn Hannemann
Samstag, 20.03.2021, 02:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 20.03.2021, 02:00 Uhr
Die Frage, welcher Impfstoff für wen geeignet ist und welche Risiken birgt, sorgt weiter für Diskussionen.
Die Frage, welcher Impfstoff für wen geeignet ist und welche Risiken birgt, sorgt weiter für Diskussionen. Foto: Jörn Hannemann
Sie beruft sich auf eine Mitteilung des Kreises, wonach für die Impfung von Berufsgruppen momentan Astrazeneca vorgesehen sei, es dazu aber heißt: „Sollten sich unter den Impfberechtigen auch Personen befinden, für die dieser Impfstoff nicht geeignet oder zugelassen ist, steht vor Ort auch ein mRNA-Impfstoff zur Verfügung.“ Mit einem guten Gefühl fuhr die Mitarbeiterin, die in der Stadt im medizinischen Bereich tätig ist, am Sonntag in das Impfzentrum des Kreises Paderborn nach Salzkotten, um sich impfen zu lassen . Wegen einer neurologischen Erkrankung sei sie auf einen mRNA-Impfstoff wie Biontech angewiesen. Seit zwölf Jahren leide sie bereits unter der Autoimmunerkrankung und wird seit Jahren in der Uniklinik Münster behandelt.
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