620.000 Euro sollen in Salzkotten investiert werden – Finanzierung noch in Beratung
Pläne fürs Hederauenstadion liegen bereit

Salzkotten (WB/sen). Für die Sanierung des Salzkottener Hederauenstadions liegen inzwischen sowohl eine Planung als auch eine Kostenermittlung vor. Was noch fehlt, ist der Finanzierungsplan. Das hat Fachbereichsleiter Ludwig Bewermeier in der jüngsten Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sportausschusses auf Anfrage der SPD-Fraktion mitgeteilt. Seit 2016 werde an den Plänen gearbeitet.

Donnerstag, 01.02.2018, 08:00 Uhr
Im Hederauenstadion besteht Sanierungsbedarf. Sowohl der Rasenplatz als auch die Leichtathletikanlagen sollen erneuert werden. Neben den Sportlern des VfB nutzt auch die Gesamtschule die Anlagen für den Sportunterricht. Foto: Besim Mazhiqi
Im Hederauenstadion besteht Sanierungsbedarf. Sowohl der Rasenplatz als auch die Leichtathletikanlagen sollen erneuert werden. Neben den Sportlern des VfB nutzt auch die Gesamtschule die Anlagen für den Sportunterricht. Foto: Besim Mazhiqi

Insgesamt sollen in die Sportanlagen 620.000 Euro investiert werden, wobei die Kosten für einen neuen Rasenplatz 240.000 Euro betrügen. Der Fußballplatz funktioniere nicht mehr, so Bewermeier. Das Regenwasser komme nicht mehr in der Dränage an, weil der Boden zu verdichtet sei. Ein Kunstrasenplatz würde das Doppelte kosten und sei auch nicht praktikabel, weil dann Speer- und Hammerwurf nicht ausgetragen werden könnten. Erneuert werden sollen auch die Laufbahn und die Anlaufstrecken für Hoch- und Weitsprung. Gedacht wird dabei an Kunststoffbahnen.

Künftig sollen nicht nur die Leichtathleten des VfB, sondern auch die Gesamtschüler die Anlagen im Sportunterricht nutzen. Die Kunst sei es, ein vernünftiges Finanzierungskonzept auf die Beine zu stellen, das die Kosten gerecht verteile. Dazu soll es in der nächsten Woche ein weiteres Gespräch mit Vereinsvertretern des VfB Salzkotten geben. Ob und welche Zuschüsse zur Verfügung stünden, konnte Bewermeier dem Ausschuss noch nicht mitteilen.

Das klappt

Ludwig Bewermeier

Auf die Frage des Ausschussvorsitzenden Lothar Spranke, was passiere, wenn »es mit dem VfB nicht klappt«, hatte Bewermeier eine knappe Antwort: »Das klappt.«

Vereinsvorsitzender Frank Baumann bestätigte auf WV-Anfrage die grundsätzliche Bereitschaft des Vereins: »Wir wollen gerne mithelfen und sind alle an der Schüppe. Finanziell wird es aber schwierig, zumal wir erst 2011 unseren Aschenplatz in einen Rasenplatz umgebaut haben.« Bei einem Jahresbeitrag von 50 Euro für erwachsene Mitglieder ließe sich die Finanzkraft des VfB leicht ausrechnen. Zwar stünde dem Verein gegebenenfalls das »Tafelsilber« Hederkampfbahn zur Verfügung, die könne aufgrund des Lärmschutzes nicht in Bauland umgewandelt werden und so dem Verein Geld in die Kasse spülen.

Baumann bedauerte, dass die leichtathletischen Anlagen nicht mehr genutzt werden könnten. Die Asche sei nur noch Matsche, weswegen die VfB-Leichtathleten in Geseke und im Ahorn Sportpark trainierten. »Wir würden unsere gute Leichtathletik gerne in Salzkotten zeigen«, so der VfB-Vorsitzende. Eine Finanzierung 50:50 (Stadt und VfB) hält Baumann allerdings für unrealistisch.

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