Carsten Linnemann Gastredner beim Sälzerkollegium
»Liborimahl des ländlichen Raumes«

Salzkotten (WB/sh). Um die lange Tradition des Salzes zukünftig wieder erlebbarer zu machen, haben 24 Sälzer 2011 das Sälzerkollegium als Verein neu gegründet. Bisher wurden die 1997 zur 750-Jahr-Feier errichtete Gradieranlage überholt, eine Siedepfanne gegossen und wertvolle Exponate gesichert. Nächstes Ziel ist es, mit einer Bohrung in große Tiefe wieder Sole an die Oberfläche zu fördern.

Donnerstag, 22.03.2018, 13:12 Uhr aktualisiert: 22.03.2018, 13:17 Uhr
Anhaltenden Beifall gab es für CDU-Fraktions-Vize Carsten Linnemann (2. von rechts), eingerahmt von Bürgermeister und Salzschreiber Ulrich Berger, Dr. Klaus Michels (Werkmeister/Vorsitzender) und Heinz Sonntag (Werkdirektor/stellvertretender Vorsitzender). Foto: Helmut Steines
Anhaltenden Beifall gab es für CDU-Fraktions-Vize Carsten Linnemann (2. von rechts), eingerahmt von Bürgermeister und Salzschreiber Ulrich Berger, Dr. Klaus Michels (Werkmeister/Vorsitzender) und Heinz Sonntag (Werkdirektor/stellvertretender Vorsitzender). Foto: Helmut Steines

Als Salzkotten im Mittelalter zusehends von der Salzproduktion zu Leben begann, gründete sich im Jahr 1526 ein Sälzerkollegium mit der Aufgabe, die gesamte Salzherstellung in der Stadt zu beaufsichtigen und zu organisieren. Dieser Organisation gehörten dann stets 24 Sälzer an. Jeder von ihnen durfte ein Salzwerk betreiben, gemeinsam hielten sie mit eigener Gerichtsbarkeit das Monopol für die Salzgewinnung, dem »Weißen Gold« der damaligen Zeit.

Der alten Tradition folgend fand jetzt die nun schon achte Sälzerkur mit westfälischen Erzeugnissen statt, zu der Werkmeister und Vorsitzender Dr. Klaus Michels wieder viele Gäste begrüßen konnte. Sein besonderer Gruß galt Festredner Carsten Linnemann, der seit Dienstag stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion ist.

Linnemann würdigte die Sälzerkur als »Liborimahl des ländlichen Raumes«. Mit der Sälzerkur komme man der wichtigen Aufgabe nach, die lange Tradition der Salzgewinnung in Salzkotten wieder mehr in das Bewusstsein der Bürger zu rücken. »In einer Zeit, in der das Tempo immer weiter zunimmt, suchen viele Menschen zurecht nach Identität und Halt«, sagte Linnemann. Der Bundestagsabgeordnete begrüßte deshalb, dass die neue Bundesregierung den Aspekt der Heimat stärker nach vorne stellen will.

Als eine der größten Herausforderungen sieht er die Zukunft der Europäischen Union an. Hier forderte Linnemann eine engere Zusammenarbeit der Staaten in großen Fragen wie der Außen- und Sicherheitspolitik, nicht jedoch in der Haushaltspolitik: »Deutsche Steuerzahler dürfen nicht für das Fehlverhalten anderer Staaten aufkommen. Wir können grundlegende strukturelle Probleme nicht einfach mit immer mehr Geld zuschütten.«

Ferner sieht Linnemann die Bekämpfung des politischen Islam als das zentrale Thema der kommenden Jahre. »Wir müssen endlich wissen, wie die Moscheen in Deutschland finanziert werden und was dort gepredigt wird.« In diesem Zusammenhang plädierte er dafür, neue Finanzierungsregeln sowie ein neues Visum für ausländische Prediger zu schaffen. »Es steht den Parteien der Mitte gut zu Gesicht, die Probleme rund um den politischen Islam nicht denjenigen zu überlassen, die dieses Thema zur Hetze nutzen«, sagte Linnemann abschließend.

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