Hendrik Wüst zur B1 neu: »Wenn die Planung fertig ist, kann auch gebaut werden«
Minister macht Hoffnung

Salzkotten (WB). NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat sich vor Ort auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann ein Bild von der Verkehrssituation in Salzkotten gemacht. Neben Bürgermeister Ulrich Berger und dessen Stellvertreter Ludwig Bewermeier diskutierte auch Landrat Manfred Müller mit dem Minister über das für Salzkotten bedeutende Verkehrsprojekt.

Samstag, 30.06.2018, 14:34 Uhr aktualisiert: 30.06.2018, 14:40 Uhr
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (Mitte) informierte sich vor Ort bei (von links) Ludwig Bewermeier (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung), Bürgermeister Ulrich Berger, beim CDU-Bundesstagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann und bei Landrat Manfred Müller über die Verkehrssituation in der Sälzerstadt. Foto:
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (Mitte) informierte sich vor Ort bei (von links) Ludwig Bewermeier (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung), Bürgermeister Ulrich Berger, beim CDU-Bundesstagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann und bei Landrat Manfred Müller über die Verkehrssituation in der Sälzerstadt.

Bereits seit den 1960er Jahren ist eine Entlastung der Innenstadt durch den Bau einer Umgehungsstraße im Gespräch. Zahlreiche Trassenvarianten wurden geplant, diskutiert und wieder verworfen.

Vordringlicher Bedarf

Nachdem der Bund bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes die B 1 neu weiterhin als Verkehrsmaßnahme im vordringlichen Bedarf bewertet hat, hat das Land NRW die Maßnahme in seinem »Masterplan zur Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans« ebenfalls als wichtiges Projekt aufgenommen.

Deutliche Entlastung erwartet

»Die B 1 neu um Salzkotten steht bei den vordringlichen Verkehrsprojekten im Regierungsbezirk Detmold an zweiter Stelle, weil mit dieser Maßnahme eine deutliche Entlastungswirkung auf das Verkehrswegenetz, aber auch für die Anwohner erreicht werden kann. Wichtig ist ebenso, dass der Bund die für den Bau der Straße notwendigen finanziellen Mittel durch die vordringliche Bedarfsplaneinstufung vorgesehen hat. Wenn die Planung fertig ist, kann auch gebaut werden«, so Verkehrsminister Wüst.

Weitere Informationen gibt es Ende August

Derzeit erarbeitet Straßen.NRW die entsprechenden Unterlagen, um demnächst in das notwendige Planfeststellungsverfahren gehen zu können. »Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger Ende August über den aktuellen Planungsstand informieren und damit bereits vor der offiziellen Beteiligung im Planfeststellungsverfahren in den Dialog mit der Bevölkerung treten«, erläuterte Hendrik Wüst die weitere Vorgehensweise.

Bürgermeister Berger: »Wir brauchen die Umgehung!«

Bürgermeister Ulrich Berger ist zufrieden, dass die Planung weitergeht: »Wir brauchen die Ortsumgehung, um den überörtlichen Verkehr besser um Salzkotten herumführen zu können und somit die Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt deutlich zu verbessern, gleichzeitig aber auch, um die Schadstoffbelastung zu senken, auch wenn die gesetzlichen Grenzwerte derzeit eingehalten werden. Die B 1 neu ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt für unsere Sälzerstadt«, so der Bürgermeister.

Bund stellt Mittel bereit

Auch Dr. Carsten Linnemann zeigte sich zufrieden mit dem Gesprächsergebnis: »Nachdem der Bund bereits im vergangenen Jahr die notwendigen Finanzmittel zugesichert hat, freue ich mich jetzt über die positiven Signale von Verkehrsminister Hendrik Wüst. Damit nimmt das Projekt jetzt Fahrt auf, auch wenn es noch ein langer Weg ist«, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Kommentare

Thomas Sprehe  schrieb: 01.07.2018 17:55
Eiin langer Weg
Auch im alten Bundesverkehrswegeplan stand die B1 Umgehung mit Sternchen unter vordringlichem Bedarf. Das Gewerbegebiet Haltiger Feld sollte darüber auch angeschlossen werden. Passiert ist dann bis 2013 aber nix und damit ist der Bundesverkehrswegeplan eine Absichterklärung und nix Verbindliches. Wenn dann das Gewerbegebiet Haltiger Feld keinen direkten Zugang zur Umgehung erhalten soll ist das keine gute Planung. Die neue Umgehung wird über die Heder geführt und das ist Vogelschutz-, Naturschutz- und FFH-Gebiet. Ich glaube nicht das NABU oder BUND das ohne Klage hinnehmen und das Projekt über Jahre verzögern werden. Ausserdem gibt es viele Landbesitzer und der Kauf der benötigten Flächen wird sicher nicht einfach. Ich wünsche mir eine Umgehung für Salzkotten, vor allem weil das Haltiger Feld weiter wächst und der zusätzliche Verkehr die Innenstadt weiter belastet aber bitte auch mit direktem Anschluss an die Umgehung. Ich bin bei Carsten Linnemann und gehe davon aus, daß es ein sehr langer Weg wird.
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