Verbraucherzentrale NRW berät Bürger in Salzkotten zur Nutzung von Photovoltaikanlagen
Klimakonzept sieht private Beteiligung vor

Salzkotten (WB/lmr). Selbst erzeugten Solarstrom ins Netz einspeisen oder intern speichern: Dieser Frage sind am Dienstag zahlreiche Bürger im Servicebüro der Stadt Salzkotten nachgegangen. Thomas Willeke, zertifizierter Energieeffizienzberater und Evelyn Alisa Hillebrand von der Verbraucherzentrale NRW standen für die Fragen der Bürger parat.

Freitag, 06.07.2018, 15:07 Uhr aktualisiert: 06.07.2018, 15:30 Uhr
Sie werben für Solarstrom (von links): Ulrich Berger, Thomas Willeke, Ludwig Bewermeier, Evelyn Alisa Hillebrand und Salzkottens Klimaschutzmanagerin Petra Tesche-Soeberdt. Foto: Louis Ruthe
Sie werben für Solarstrom (von links): Ulrich Berger, Thomas Willeke, Ludwig Bewermeier, Evelyn Alisa Hillebrand und Salzkottens Klimaschutzmanagerin Petra Tesche-Soeberdt. Foto: Louis Ruthe

»Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt«, sagt Bürgermeister Ulrich Berger. Gerade der Solarstrom sei für private Verbraucher eine attraktive Alternative, zu den derzeit stetig steigenden Strompreisen der Anbieter. Deshalb wolle man als Stadt mit Beratungen, Vorträgen und Schulungen auf die Vorteile einer Anlage aufmerksam machen. »Die Stadt selbst wird in den kommenden Monaten weitere Schritte für die öffentlichen und stätischen Gebäude prüfen«, sagt Ludwig Bewermeier, Betriebsleiter der Stadtwerke Salzkotten. Vor allem die neun Salzkottener Kindergärten seien dafür mehr als geeignet. »Dort ist die Verbrauchskurve zu der Produktionskurve fast deckungs­gleich«, berichtet Ludwig Bewermeier. Denn besonders mittags werde viel Energie in den Tagesstätten benötigt, eine Zeit in der die Photovoltaikanlage am Höchstpunkt ihrer Produktion sei.

Ziel im Klimakonzept der Stadt ist es aber nicht nur in öffentliche und städtische Gebäude den eigens produzierten Solarstrom einzuspeisen und zu verbrauchen. Zahlreiche private Haushalte könnten von selbst produziertem Solarstrom profitieren. »Gleichzeitig fragen sich viele Eigenheimbesitzer, ob eine Solar-Anlage auf dem eigenen Dach sinnvoll ist, und wie es funktioniert, beispielsweise den eigenen Solarstrom mit einem Batteriespeicher zu kombinieren«, berichtet Thomas Willeke. Wirtschaftlich sinnvoll seien Anlagen einer Größe von fünf Kilowatt Peak bis zu zehn Kilowatt Peak. »Vielerorts muss aber individuell geschaut werden«, sagt Evelyn Alisa Hillebrand. Am Montag, 16. Juli, berät Thomas Willeke von 19 Uhr im Ratssaal an zu diesem Thema.

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