WV-Serie: Sommer auf dem Vauß-Hof – Kinder entdecken Gemüse, Käfer und Kräuter
Vom Strauch in den Mund

Salzkotten (WB). Die ersten Tomaten sind gereift, der Rhabarber schmeckt säuerlich und die Kartoffelkäfer haben schon wieder Hunger. Es ist Sommer auf dem Vauß-Hof in Scharmede. Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT begleitet seit Jahresbeginn die Jungen und Mädchen auf dem Scharmeder Hof durch die vier Jahreszeiten.

Mittwoch, 18.07.2018, 13:26 Uhr aktualisiert: 18.07.2018, 13:30 Uhr
Auf dem Vauß-Hof ist Sommer: Die Kinder der Heuschrecken-Gruppe haben in diesen Tagen viel zu entdecken – und natürlich zu probieren. Foto: Besim Mazhiqi
Auf dem Vauß-Hof ist Sommer: Die Kinder der Heuschrecken-Gruppe haben in diesen Tagen viel zu entdecken – und natürlich zu probieren. Foto: Besim Mazhiqi

Endlich Sommer: Dieser Ansicht sind auch die Jungen und Mädchen der Heuschrecken-Gruppe. Mit Sommerhüten und Trinkflaschen ausgestattet erkunden die zehn Kinder der Gruppen die Gemüsegärten und Gewächshäuser des Hofes. Doch bevor an der Paprika, der Tomate oder dem Rhabarber geknabbert werden kann, geht es für die Kinder zu Fuß vom Haupthof zu den etwa 15 Minuten entfernten Gewächshäusern.

Sommer auf dem Vauß-Hof

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Dort angekommen haben die Jungen und Mädchen erst einmal nur Augen für das Storchenpaar in dem hofeigenen Horst. »Da sind zwei kleine Störche«, ruft Henri (7). Das erkenne er daran, dass die Vögel andersfarbige Schnäbel hätten. Damit auch jeder die beiden jungen Störche erblicken kann, hat Rainer Curdt (44), Naturerlebnisspädagoge, ein Fernglas mit dabei. »Manchmal klappern die Störche mit den Schnäbeln«, sagt der 44-Jährige. »Das machen die Störche, wenn sie nach ihren Eltern rufen«, weiß Grundschülerin Marie (7).

Kartoffelkäfer suchen

Doch nicht nur für die Störche haben die Kinder den kleinen Fußmarsch in Kauf genommen. Tierisch geht es auch bei der ersten Aufgabe für sie weiter. »Ziel ist es jetzt, ein paar Kartoffelkäfer zu finden«, sagt Rainer Curdt. Diese Aufgabe ist bei sehr sommerlichen Temperaturen aber gar nicht so einfach zu meistern. »In der Hitze verziehen sich die meisten Käfer«, sagt Casper (7). Bei seinem Papa auf dem Bauernhof sei dies zumindest ebenso. Umso angespornter begeben sich die Kinder auf die Suche. »Ich hab einen«, ruft Luzie (6): »Die sehen ja aus wie Zebras auf dem Rücken«. Trotz der schönen Optik weiß Rainer Curdt, dass die Käfer für die Bauern zu einer echten Plage werden können. »Die Käfer sind schädlich für die Kartoffelpflanzen«, sagt der Naturerlebnisspädagoge.

Vom Kartoffelfeld aus geht es anschließend durch die Gewächshäuser und durch den Kräutergarten. Paprika, Tomate, Mangold und Rhabarber: Für die Jungen und Mädchen steht reichlich Gemüse zur Auswahl. Auch die ein oder andere Erdbeere haben die »Heuschrecken« noch pflücken können. Zum Abschluss des Tages mischen die Jungen und Mädchen gemeinsam mit Rainer Curdt ein Kräuterdressing für die geernteten Gemüsesorten. »Ich finde es super, selbst einmal Gemüse geerntet zu haben«, sagt Salone (7). Sie freue sich schon auf das Treffen im kommenden Monat.

Natur kennenlernen

Neun Gruppen mit jeweils zehn Kindern besuchen die Jahreswerkstätten. Einmal im Monat kommen die Gruppen mit Namen wie Heuschrecke und Ente, Bachstelze oder Ameise auf den Hof, um Leben, Alltag und vor allem die Natur kennenzulernen.

Beim ersten Treffen im März haben die Kinder den Hof und seine Bewohner sowie die Hofregeln kennengelernt. Dazu gehört auch, dass nach den Hühnern nicht getreten werden darf und allen Tieren und Pflanzen mit Respekt zu begegnen ist. Im April haben die Jungen und Mädchen den Boden näher unter die Lupe genommen. Regenwürmer, Käfer und Fossilien haben die Kinder begutachtet. Immer mit dabei Naturerlebnispädagoge Rainer Curdt.

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