Zufahrten zum Kreisschützenfest in Holsen werden mit Strohballen gesichert
Sicherheit hat oberste Priorität

Salzkotten (WB). Das Thema Sicherheit wird beim Kreisschützenfest in Holsen (31. August bis 3. September) einen hohen Stellenwert einnehmen. In Gesprächen haben Kreisschützenbund, Schützenverein Holsen, Kreis Paderborn und Stadt Salzkotten gemeinsam mit der Feuerwehr, den Rettungsdiensten, Sicherheitsunternehmen und der Polizei ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das jetzt vorgestellt worden ist.

Freitag, 20.07.2018, 06:29 Uhr aktualisiert: 20.07.2018, 11:32 Uhr
680 Einwohner, davon 280 Helfer: Viele Holsener, Schwellener und Winkhäuser sind in den Arbeitsgemeinschaften aktiv. So wie in der AG für Öffentlichkeitsarbeit, in der sich (vorne, von links) Sofia und Theresa sowie (hinten) Patrick, Jens, Bastian, Michael, Hendrik und Hubi engagieren. Sie präsentieren das Logo des Kreisschützenfests, das am Freitag, 31. August, beginnt. Foto: Hans Büttner
680 Einwohner, davon 280 Helfer: Viele Holsener, Schwellener und Winkhäuser sind in den Arbeitsgemeinschaften aktiv. So wie in der AG für Öffentlichkeitsarbeit, in der sich (vorne, von links) Sofia und Theresa sowie (hinten) Patrick, Jens, Bastian, Michael, Hendrik und Hubi engagieren. Sie präsentieren das Logo des Kreisschützenfests, das am Freitag, 31. August, beginnt. Foto: Hans Büttner

Der Innenbereich Holsens ist am Schützenfestsonntag für den Autoverkehr komplett gesperrt. Wer sein Auto an diesem Tag benötigt, muss es bis 11 Uhr aus dem abgesperrten Bereich gefahren haben. »Auch die Fahrzeuge der Sozialdienste, wie etwa der Caritas, dürfen nicht rein«, erläuterte Markus Ewers, der das in Vertretung von Oberst Thomas Knoop, der beruflich im Ausland tätig ist, in der Bürgerversammlung vor 150 Teilnehmern deutlich machte. Auch auf Schleichwegen gibt es an dem Tag kein Durchkommen.

Festgelände und Parkplätze

Sicherheit wird auch auf dem Festgelände und den Parkplätzen groß geschrieben. Dort sollen Flutlichtmasten aufgestellt werden, um den Bereich auszuleuchten. Mit dicken Strohballen sollen die Zufahrten blockiert werden, auch Sicherheitskräfte werden eingesetzt. Auch die größeren Zufahren, wie etwa die Landesstraße 549 sind bis 22 Uhr dicht. »Große Schlepper oder Lastwagen werden an den Zufahrten zum Festgelände und zum Marschweg quer stehen«, kündigte Ewers weiter an. Diese sind mit Fahrern besetzt, um Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit der Zu- und Abfahrt zu gewährleisten. Frei sind lediglich die Zufahrten für die Busse und die Zu- und Abfahrten zu den Parkplätzen. Entsprechende Hinweisschilder sollen den Weg weisen.

Auch für die große Party am Freitag haben die Organisatoren strenge Regeln aufgestellt. Wer versucht, Flaschen mit auf das Festgelände zu bringen, der hat schlechte Karten. »Wir werden strenge Einlasskontrollen durchführen und uns auch die Personalausweise vorzeigen lassen, wenn der Verdacht besteht, dass Personen unter 16 Jahren Einlass wollen«, erläuterte Ewers. Auch wer einen Getränkebunker außerhalb des Geländes zum preisgünstigen »Zwischentanken« anlegt, hat schlechte Karten. »Wer raus geht und wieder rein will, der muss wieder Eintritt bezahlen.«

Vorbereitungen sind im Fluss

Die Vorbereitungen auf das große Fest im kleinen Holsen laufen weiter: »Alles ist Fluss – und alle sind noch immer mit großer Begeisterung dabei«, sagte Markus Ewers. Dabei freuen sich die Holsener auch über die Unterstützung von Seiten der Stadt Salzkotten. Straßen wurden ausgebessert, ein neuer Rad-Fußweg von der Kirche zum Sportplatz, der auch der Antreteplatz ist, ist gebaut, Schilder werden aufgestellt, und das Team des Bauhofs ist mit Rat und Tat dabei. Wie gut die Unterstützung aus der Bevölkerung ist, verdeutlicht die Zahl der Aktiven in den einzelnen Arbeitsgemeinschaften: Von den 680 Einwohnern engagieren sich 280 in AGs.

Ein Holsener Landwirt hat wegen des Kreisschützenfestes sogar das Pflastern seines Hofes vertagt. Die Steine, die er bereits gekauft hat, stellt er zunächst dem Schützenverein zur Pflasterung des 600 Quadratmeter großen Zugangs zum Festplatz zur Verfügung. Nach dem Fest werden sie dann wieder rausgenommen – und der Landwirt wird erst dann seinen Hof damit pflastern.

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