Franziskanerinnen entsenden 20 Missionare auf Zeit in ihre Projekte
»365 Tage in die Welt«

Salzkotten (WB). Mit einem Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen Salzkotten und einem Sommerfest setzten 20 junge Menschen als neue Missionare auf Zeit (MaZ) einen optimalen Schlusspunkt unter intensive Vorbereitungen. Sie werden nun zu den Projekten der Schwestern in aller Welt ausschwärmen.

Dienstag, 24.07.2018, 12:30 Uhr
Die Missionare auf Zeit sind am Wochenende von Salzkotten aus in Hilfsprojekte der Franziskanerinnen ausgesendet worden. Abschied nahmen auch Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit (links) und Projektleiterin Schwester M. Alexa Furmaniak. Foto: Helmut Steines
Die Missionare auf Zeit sind am Wochenende von Salzkotten aus in Hilfsprojekte der Franziskanerinnen ausgesendet worden. Abschied nahmen auch Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit (links) und Projektleiterin Schwester M. Alexa Furmaniak. Foto: Helmut Steines

In Kürze heißt es nun unter dem Motto »365 Tage in die Welt« alle guten Vorbereitungen, zu denen auch ehemalige Missionare auf Zeit beitrugen, in die Praxis umzusetzen. Acht der neuen Missionare auf Zeit gehen nach Malawi, wo die Franziskanerinnen die dortige Bevölkerung in einem Hospital, einigen Schulen und in einem Kindergarten unterstützen. Vier von ihnen steuern Indien an und helfen dort in Kinderdörfern. In der indonesischen Provinz der Franziskanerinnen engagieren sich drei junge Frauen in den dortigen Einrichtungen. Drei weitere MaZ helfen im unabhängigen Osttimor in ähnlichen Einrichtungen, und zwei junge Frauen haben eine wesentlich kürzere Anreise. Sie werden bei Hilfsprojekten der Franziskanerinnen in Caransebes in Rumänien helfend dabei sein.

Erst Seminar, dann reisen

Vor der Aussendung hatten sich die neuen MaZ noch einmal zu einer Seminarwoche im Kloster getroffen, in der auch schwierige Themen wie HIV/Aids und sexualisierte Gewalt behutsam angesprochen wurden, um die Missionare dafür zu sensibilisieren. Auch Stressbewältigung und der Umgang mit Gefahrensituationen im Einsatzland wurden thematisiert. Ebenso wurde der anstehende Abschied von Eltern, Freunden sowie den Teamern und untereinander nicht verdrängt.

Gerade der Abschied unter den MaZ, Teamern und Schwestern sei nicht leicht gefallen, da sie sich in der Vorbereitungszeit zu einer starken Gruppe entwickelt hätten, berichteten beim Sommerfest die jungen Leute. Der Franziskus-Saal konnte nicht alle Besucher fassen, die dem Erfahrungsaustausch der 20 jungen Menschen lauschen wollten. Als diese sich zum Vorstellungsgespräch bei den Franziskanerinnen eingefunden hatten, hätten sie noch ganz andere Vorstellungen von einem Klosterleben gehabt. Später sei der Leitsatz der Schwestern »Geborgen im Glauben – nah bei den Menschen« anders gesehen worden.

24 Seminartage

Dass sie aber nach 24 Seminartagen optimal vorbereitet seien und mit Zuversicht in ihre Bestimmungsorte reisen werden, vermittelten sie ihren Angehörigen und Freunden in einer lockeren und gelösten Form, die viel Selbstsicherheit ausstrahlte. Diese übertrug sich schnell auf alle Zuhörer im Saal. Für alle war es ein sehr emotionaler Tag, an dem es immer wieder Gelegenheit gab, in den Austausch mit anderen MaZ-Eltern zu kommen und noch die letzten Fragen mit Zurückgekehrten zu klären.

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