Die Aufbauarbeiten für das Adel-Tawil-Konzert in Salzkotten haben begonnen
»Wir bauen eine kleine Stadt«

Salzkotten (WB). Wenn Adel Tawil am Freitag um 20 Uhr vor 4600 Fans bei der Dreckburg auf die Bühne tritt, können Monika Werner, Christoph Günter und Teddy Goetz aufatmen. Dann war ein halbes Jahr Vorplanung erfolgreich. Für einen Abend wird eine Kleinstadt mit 100 Mitarbeitern aus dem Boden gestampft.

Donnerstag, 02.08.2018, 05:30 Uhr
Wenn die Bühne für das Konzert von Adel Tawil aufgebaut wird, müssen sie exakt geplant haben (von links): Technischer Leiter Teddy Goetz, Marketing-Planerin Monika Werner und Veranstaltungsleiter Christopf Günter mit dem Detail-Plan der Bühne. Foto: Liedmann
Wenn die Bühne für das Konzert von Adel Tawil aufgebaut wird, müssen sie exakt geplant haben (von links): Technischer Leiter Teddy Goetz, Marketing-Planerin Monika Werner und Veranstaltungsleiter Christopf Günter mit dem Detail-Plan der Bühne. Foto: Liedmann

Bühnenaufbau für Adel-Tawil-Konzert

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Allein die Bühne hat ein Gesamtgewicht von etwa 120 Tonnen auf 400 Quadratmetern. In einer Höhe von etwa zwölf Metern hängen etwa 60 Scheinwerfer mit einem Gewicht von je 50 Kilogramm. »Da sind zwischen der Kastanie und der Laterne nur noch 50 Zentimeter«, beschreibt Teddy Goetz die genaue Planung, die bereits am Reißbrett stimmen muss, damit es beim Aufbau im engen Zeitplan keine Überraschungen gibt. Als das Open-Air-Festival vor elf Jahren ins Leben gerufen wurde, hatte die Stadt Salzkotten deshalb sogar Probebohrungen im Boden vorgenommen, um die Statik sicherzustellen, berichtet Monika Werner vom Stadtmarketing.

Auch die Stromversorgung der Bühne ist eine Meisterleistung. Mehr als 800 Meter werden von Trafostationen der Stadt insgesamt allein zwölf Kabel gezogen mit einer Leistung von 800 Kilowatt. Jedes hat einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Gesamtgewicht: sechs Tonnen. Versorgt wird damit eine kleine Stadt mit insgesamt zehn Getränke- und Imbissgeschäften, sechs Toilettenwaren und natürlich die komplette Ausleuchtung des Geländes nebst Burg. Sechs Standhydranten werden dafür sorgen, dass 30 Wasseranschlüsse für die Versorgung vorhanden sind.

Dekorativ hergerichtet mit Einzelräumen wird natürlich auch die Scheune für die Musiker und VIP-Gäste.

Dekorativ hergerichtet mit Einzelräumen wird natürlich auch die Scheune für die Musiker und VIP-Gäste. Foto: Bernhard Liedmann

Am Freitag begannen die Aufbauarbeiten, als die drei Sattelschlepper der Welzel-Veranstaltungstechnik mit ihren 120 Tonnen Material für Bühne und Dach anrollten. Hinzu kommen wird ein Lkw mit 15 Tonnen für die Toninstallation und ein Lkw mit 20 Tonnen für die Beleuchtung. Das Team von Adel Tawil wird dann noch kurz vor dem Auftritt beim ausverkauften Konzert mit weiteren zehn Tonnen Ausrüstung anrücken. Damit werden an zwei Tagen etwa 250 Tonen bewegt und aufgebaut.

»Und wenn das Gerät kommt, müssen Planung und Vorarbeit abgeschlossen sein«, sagt auch Veranstaltungsleiter Christoph Günter aus Elsen, der pro Jahr etwa 250 Großveranstaltungen mitorganisiert. Bis dahin ist auch die große Scheune mit Bodenbelag und Trennwänden wohnlich hergerichtet, damit die Musiker angenehme Räumlichkeiten vor Ort haben. »Es ist wie der Bau einer kleinen Stadt«, sagt er.

Mit der Größe des Festivals haben sich auch die Sicherheitsanforderungen gesteigert. Etwa 60 Sicherheitsleute und Ordnungskräfte sowie Sanitätshelfer sind vor Ort. Durchgeplant sind natürlich auch drei zentrale Fluchtwege mit Breiten von sechs bis 20 Metern für alle Fälle. Bis ins kleinste Detail durchgerechnet wurden auf dem Generalplan alle Standorte und Flächen, damit auf dem 2500 Quadratmeter großen Zentral-Platz zwei Konzertbesucher mindestens einen Quadratmeter haben. Hinzu kommt natürlich auch der Sicherheitswellenbrecher vor der Bühne mit exakt zwei Metern Breite.

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