Oberstufengebäude an der Gesamtschule Salzkotten wird pünktlich fertig
Das Feld ist bereitet

Salzkotten (WB). Noch schwitzen die Handwerker. Doch schon in drei Wochen sollen an gleicher Stelle die ersten Oberstufenschüler in Salzkotten über ihren Aufgaben brüten. Nach den Sommerferien geht die Sekundarstufe II der 2012 gegründeten Gesamtschule Salzkotten an den Start.

Donnerstag, 09.08.2018, 15:25 Uhr aktualisiert: 09.08.2018, 15:30 Uhr
Heiner Mersch, Josef Eich, Lisa Meschede, Michael Horstkneppper und Ludwig Bewermeier (von links) aus den Fachbereichen Bildung und Soziales sowie Stadtentwicklung läuten den Endspurt für den Neubau an der Gesamtschule ein. Foto: Neesen
Heiner Mersch, Josef Eich, Lisa Meschede, Michael Horstkneppper und Ludwig Bewermeier (von links) aus den Fachbereichen Bildung und Soziales sowie Stadtentwicklung läuten den Endspurt für den Neubau an der Gesamtschule ein. Foto: Neesen

Für die 76 Schüler wird es sicherlich etwas ganz Besonderes sein, in einem völlig neuen Schulgebäude in die eigene Zukunft zu starten und dort das erste Salzkottener Abitur anzustreben. Helle lebhafte Farben in allen Räumen und Fluren werden den Schülern einen freundlichen Empfang bereiten; hinzukommen Lernbedingungen auf dem neuesten Stand: »Jeder Oberstufenschüler wird mit einem I-Pad ausgestattet, das mit einem digitalen Board im Klassenraum sowie mit einem Apple TV verknüpft ist«, berichtet Josef Eich aus dem Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt Salzkotten über modernste Kommunikations- und Unterrichtsformen. Die I-Pads finanzieren die Eltern über einen Leasingvertrag für knapp 20 Euro im Monat. »Nach drei Jahren geht das Gerät in den Besitz der Eltern über«, sagt Lisa Meschede, Leiterin des Fachbereiches, »so wollen wir die Schüler auf das digitale Zeitalter gut vorbereiten und sie dort abholen, wo sie sind.«

Mit 76 Schülern liegen wir weit über dem Soll für die Einrichtung einer Oberstufe

Lisa Meschede

Dabei behilflich sein wird ihnen der neue Oberstufenleiter Gunnar Klinge. Er kommt mit reichlich Erfahrung vom Grabbe-Gymnasium in Detmold an die Heder. Von den 196 Absolventen der Sekundarstufe I der noch jungen Gesamtschule haben sich 72 dafür entschieden, auch die Reifeprüfung in Salzkotten abzulegen. Vier Schüler wechseln aus anderen Schulen in die Sälzerstadt. »44 Schüler wären für die Oberstufe notwendig gewesen«, so Lisa Meschede, »mit 76 liegen wir also weit darüber.«

Neubau kostet 2,9 Millionen Euro

In einer Bauzeit von 17 Monaten ist in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Schulzentrum ein 2,9 Millionen Euro teurer barrierefreier Neubau mit einer Nutzfläche von etwa 1600 Quadratmetern entstanden. In der Bauphase gab es laut Ludwig Bewermeier, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, keine besonderen Vorkommnisse. Lediglich eine kleine Bombe sei gefunden worden und musste entschärft werden. »Die Sekundarstufe II ist dreizügig ausgelegt. Problemlos lässt sich aber das Dach entfernen, so dass im Bedarfsfall aufgestockt werden kann«, erläutert Bewermeier. Skeptisch hatten einige Kommunalpolitiker die Einrichtung von Kursräumen im Kellergeschoss gesehen. Diese Räume zeigen sich nach Fertigstellung hell und bekommen reichlich Tageslicht.

Carsten Emmerich erledigt im Gebäude letzte Elektroarbeiten.

Carsten Emmerich erledigt im Gebäude letzte Elektroarbeiten. Foto: Marion Neesen

Für beste Lernbedingungen soll auch das Umfeld rund um den Neubau an der Upsprunger Straße sorgen. Hier gibt es noch Einiges zu tun. Aber »wir liegen voll im Zeitplan«, versichert Ludwig Bewermeier. Nicht nur für die Oberstufenschüler, sondern auch für die Sekundarstufe I wird der Außenbereich komplett neu gestaltet. Dabei liegt der Fokus bei den »Großen« auf Rückzugs- und Lernmöglichkeiten mit vielen Sitzgelegenheiten rund um das Gebäude. Ebenso ist Unterricht im Freiem im grünen Klassenzimmer möglich. Die jüngeren Schüler sollen reichlich Gelegenheit bekommen, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Der Platz für die zwischenzeitlich ausgelagerte Skateranlage ist vorbereitet und mit Erdwällen umgeben, damit die Schüler in den Klassenräumen vom Treiben draußen nicht abgelenkt werden. »Wir können allerdings noch keinen Rasen säen, dafür ist es einfach zu trocken«, so Bewermeier.

Kleinspielfeld fast fertig

Das heiß ersehnte Kleinspielfeld vor den Türen der Hederauensporthalle ist ebenfalls fast fertig. Es fällt mit 800 Quadratmetern größer aus als ursprünglich geplant. Das hatten sich die Schüler gewünscht und mit Hilfe des Fördervereins zur Finanzierung beigetragen. »90.000 Euro kostet der Soccercourt, 75.000 Euro sind im Haushaltsplan veranschlagt. Die restlichen 15.000 Euro hat der Förderverein zusammen«, so Ludwig Bewermeier, »und die Schüler der Jahrgangsstufe sieben haben auch bei den Arbeiten mitangepackt.«

Auch insgesamt kommen Neubau und Außengelände mit den eingeplanten Mitteln aus. Bewermeier ist froh, dass die Stadt rechtzeitig alle Arbeiten ausgeschrieben hat. Denn angesichts der Teuerungsrate im Baugewerbe wäre das gesamte Vorhaben inzwischen wesentlich teurer geworden. Was nun noch fehlt, ist die Inneneinrichtung. »Die Möbel kommen am 15. und 20. August«, versichert auch Lisa Meschede, dass zum Schulbeginn alles fertig sein wird. In Mobiliar und IT-Ausstattung werden noch einmal knapp 352.000 Euro investiert. Anschließend heißt es dann nur noch Gardinen aufhängen und einmal durchwischen. Der Schulgong, der die Oberstufenschüler zum Unterricht rufen wird, ist ebenfalls schon funktionstüchtig. Doch erst einmal wird er am 31. August zur offiziellen Einweihung läuten.

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