Salzkottener Kindergarten St. Marien nach strengen Richtlinien umgebaut
Gesundes Raumklima

Salzkotten (WB/ber). Die Kinder und Erzieherinnen des katholischen Kindergartens St. Marien in Salzkotten haben nach einer Sanierung und Erweiterung nun nicht nur mehr Platz, sondern atmen auch gesündere Luft: Die Einrichtung wurde nach den wohngesunden Kriterien des Sentinel Haus Instituts gebaut und geprüft.

Sonntag, 23.09.2018, 10:18 Uhr aktualisiert: 23.09.2018, 10:20 Uhr
Vertriebsleiter Jürgen Rösch (Sentinel Haus Institut/von links) überreicht Architektin Andrea Fahl, Geschäftsführer Detlef Müller, Fachbereichsleiter Marcus Beverungen (beide Kath. Kitas Hochstift) und Kita-Leiterin Wilhelmine Engelhardt die Urkunden zum wohngesunden Bau. Foto: Birger Berbüsse
Vertriebsleiter Jürgen Rösch (Sentinel Haus Institut/von links) überreicht Architektin Andrea Fahl, Geschäftsführer Detlef Müller, Fachbereichsleiter Marcus Beverungen (beide Kath. Kitas Hochstift) und Kita-Leiterin Wilhelmine Engelhardt die Urkunden zum wohngesunden Bau. Foto: Birger Berbüsse

Das Gebäude erfüllt dessen strenge, wissenschaftlich entwickelten Vorgaben bezüglich der Innenraumluftqualität. Dafür erhielt der Träger der Einrichtung, die Katholische Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH, nun einen Gesundheitspass.

Das Sentinel Haus Institut ist nach eigenen Angaben führender Ingenieurdienstleister und Wissensführer für das gesündere Bauen, Sanieren und Renovieren. Entstanden ist das Unternehmen aus einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützten Forschungsprojekt.

Als letzte von 92 Kitas U3-gerecht umgebaut

Auf dieser Basis hat das Institut seit 2008 ein wissenschaftlich fundiertes Planungs- und Ausführungsverfahren zur gesundheitlichen Qualitätssicherung beim Bauen, Sanieren und Renovieren von Gebäuden entwickelt. Damit können Planer, Bauherren, Handwerker und Investoren zuverlässig gesündere Gebäude errichten und betreiben.

Dies kam auch bei der knapp zweijährigen Sanierung und Erweiterung der Kita St. Marien zum Tragen. Die Einrichtung war die letzte von 92 Einrichtungen der Kita Hochstift gGmbH, bei der noch der U3-Ausbau nötig war. »Unser Anspruch ist es, alles zu tun, dass die Kinder und Mitarbeiterinnen in unseren Räumen nicht krank werden«, sagt Geschäftsführer Detlef Müller. Für dieses Vorhaben wurde das Sentinel Haus Institut mit ins Boot geholt, als es an die Planungen des Umbaus ging.

Eine Million Euro investiert

Gemeinsam mit dem zuständigen Fachbereichsleiter Marcus Beverungen und Architektin Andrea Fahl von der Architektur-Werk-Stadt (AWS) unterzog Sentinel-Vertriebsleiter Jürgen Rösch die Planung einem strengen Qualitätssicherungsprozess. »Dabei setzten wir für innenraumrelevante Bereiche emissionsgeprüfte Baustoffe ein, die von geschulten Handwerkern verarbeitet werden«, beschreibt Rösch das Konzept.

»Das war schon ein anderes Arbeiten«, berichtet Architektin Andrea Fahl, die das Projekt als interessante Herausforderung beschreibt. Marcus Beverungen erinnert sich, wie schwierig es gewesen sei, geeignete Baustoffe zu finden: »Da ist man schon überrascht.« Er hat sich während des Projekts im Bereich der Innenraumhygiene weitergebildet und wurde dafür von Sentinel mit der höchsten Zertifizierungsstufe Gold ausgezeichnet. Seine neu erworbenen Kenntnisse will er in künftige Bauprojekte des Kita-Trägers einfließen lassen.

Von Sommer 2016 bis Frühjahr 2018 wurde St. Marien im laufenden Betrieb in drei Bauabschnitten saniert. Für die U3-Betreuung wurde das 1970 errichtete Gebäude um 107 auf 600 Quadratmeter erweitert. In der Einrichtung werden 55 Kinder, davon 16 unter drei Jahren, in drei Gruppen von insgesamt zwölf Erzieherinnen betreut. Dank des 1 Millionen Euro teuren Umbaus (inklusive Fördergeldern) können nun auch Kinder unter zwei Jahren die Kita besuchen.

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