725-jähriges Bestehen: Lob für engagierte Mantinghäuser
»Ein Dorf wächst nicht von selbst«

Salzkotten (WB/eB). Für den Heimatverein Mantinghausen stand schon im Vorfeld außer Frage: Das 725-jähriges Dorfjubiläum sollte auf jeden Fall gefeiert werden. Allerdings nicht in der Größenordnung wie die 700-Jahr-Feier, als sogar der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm zum Gratulieren gekommen war. Aber auch die »kleinere« Festvariante kam bestens an.

Dienstag, 25.09.2018, 13:53 Uhr aktualisiert: 25.09.2018, 13:56 Uhr
Zu den aktiven Gruppen in Mantinghausen zählt auch die Frauengemeinschaft. Deutlich machten sie es mit dem Titel »We will Rock you« von Queen. Foto: Hans Büttner
Zu den aktiven Gruppen in Mantinghausen zählt auch die Frauengemeinschaft. Deutlich machten sie es mit dem Titel »We will Rock you« von Queen. Foto: Hans Büttner

»Diese Jubiläumsfeier soll ein Fest für die Mantinghausener sein«, sagte Rudolf Brölemann vom Vorstand des Heimatvereins.

Und so begannen die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst zum Erntedank und zum Jubiläum. Anschließend ging es im und um das Heimathaus weiter. Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Ulrich Berger und Ortsvorsteher Wilfried Deppe sprachen in ihren Grußworten ihre Glückwünsche aus. Beim anschließenden Familienfest bereicherten Darbietungen der Mantinghausener Vereine das Programm.

Eine Urkunde überreichte zur Jubiläumsfeier Landrat Manfred Müller an Ortsvorsteher Wilfried Deppe und den Vorsitzenden des Heimatvereins, Franz-Josef Kellner. Zu den Gratulanten an diesem besonderen Tag gehörte Bürgermeister Ulrich Berger (von links).

Eine Urkunde überreichte zur Jubiläumsfeier Landrat Manfred Müller an Ortsvorsteher Wilfried Deppe und den Vorsitzenden des Heimatvereins, Franz-Josef Kellner. Zu den Gratulanten an diesem besonderen Tag gehörte Bürgermeister Ulrich Berger (von links). Foto: Hans Büttner

Vom Heimatverein und das Organisationsteam, zu dem auch Sandra Wibbe, Marlis Dunker, Florence Stahl, Claudia Schrewe und Kirsten Ogrizovic gehörten, war das Jubiläum unter das Motto »Mantinghausen – ein lebenswertes Dorf« gestellt worden. In seinen Grußworten unterstrich Ortsvorsteher Deppe, wie wichtig es sei, sich mit der Heimatgeschichte zu befassen und sich für seinen Ort zu engagieren.

»Ein Dorf wächst nicht von selbst, sondern durch den Fleiß, die Initiative und den Gemeinsinn seiner Bürger. Mantinghausen steht für eine intakte, lebendige und engagierte Dorfgemeinschaft«, sagte Winfried Deppe.

In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die großen Gemeinschaftswerke der vergangenen Jahre. Dazu gehören die Dorferneuerung, der Neubau des Heimathauses, der Tennisanlage, des Sportheims, die Ansiedlung des Bootshauses, die Renovierung der Kirche, der Umbau des Kindergartens, die Sanierung der Turnhalle und das Anlegen eines Schützenmagazins sowie die Umrüstung der Schießanlage.

Auch Bürgermeister Ulrich Berger und Landrat Manfred Müller lobten das großartige Engagement der Bürger für ihr Dorf. »Hier stimmt das Gemeinschaftsgefühl und das ist wichtig für die zukünftige Entwicklung des Dorfes. Ebenso wichtig ist aber auch der Ausbau der Breitbandversorgung, denn nur damit können wir mit den Anforderungen der Zukunft mithalten«, sagte Müller.

Im 18. Jahrhundert lebten in Mantinghausen etwa 250 Einwohner, heute sind es über 1000 und das Dorf wächst aufgrund des Neubaugebietes weiter. Auch die Zahl der Vereine nahm ständig zu. Zu einer Sensation kam es 1960, als bei Baggerarbeiten ein großes Hügelgräberfeld, deren Ursprung um 1500 vor Christus eingeordnet wird, entdeckt wurde.

Heute dienen die ehemaligen Baggerseen westlich und östlich der Ortschaft, neben der Heidelandschaft im Norden als idyllisches Naturparadies und bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen eine Heimat.

Seit der kommunalen Neugliederung 1975 ist Mantinghausen ein Ortsteil der Stadt Salzkotten und zeichnet sich durch ein reges und vielseitiges Vereinsleben aus. Weit über die Grenzen der Stadt bekannt ist Mantinghausen auch durch sein Heimathaus, das für verschiedenste Feiern angemietet werden kann und Räume unterschiedlicher Größe zur Verfügung stellt.

Auch der alljährlich am Wochenende vor dem ersten Advent stattfindende Adventsmarkt sorgt immer wieder für einen Besucherstrom und die Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

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