Do., 11.10.2018

Salzkottener Vereine dürfen mit mindestens 25 Prozent der Gesamtkosten rechnen Zuschüsse nun auch für Kunstrasen

Salzkotten (WB/sen). Salzkottener Sportvereine können künftig auch beim Bau eines Kunstrasenplatzes auf die Unterstützung der Stadt Salzkotten setzen. Der Jugend-, Kultur- und Sportausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstagabend die Sportförderrichtlinien entsprechend geändert. Am Mittwoch stimmte auch der Rat der Stadt zu.

Hintergrund der Änderung waren vermehrte Anfragen der Fußballvereine im Stadtgebiet. Bisher gab es lediglich einen 50-prozentigen Zuschuss zu den Gesamtkosten beim Bau eines Rasenplatzes. Nun können Vereine, die ihren Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umwandeln wollen, vorausgesetzt der Rasenplatz ist abgeschrieben, einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent erwarten. Dieser Zuschuss lässt sich noch erhöhen, sofern die Vereine ihren Platz auch für Trainingseinheiten anderer Vereine oder für Schulen öffnen. Insbesondere für den VfB Salzkotten dürften die neuen Sportförderrichtlinien interessant sein. Bereits seit 2016 weisen die VfB-Sportler auf den maroden Rasenplatz im Heder­auenstadion wie auch die für die Leichtathleten nicht mehr nutzbare Laufbahn aus Asche hin. Gleichzeitig werden für die wachsende Gesamtschule in der Nachbarschaft Sportanlagen benötigt.

Der VfB hatte zunächst Kunstrasen im Hederauenstadion für nicht praktikabel gehalten, da die Leichtathleten auf einem solchen Untergrund ihre Wurfdisziplinen nicht hätten ausüben können. Nach Rücksprache mit den Leichtathleten hatten die Sportler in diesem Sommer dann jedoch auch einen Kunstrasenplatz in Erwägung gezogen.

Kunstrasenplatz kostet etwa halbe Million Euro

Bei der Finanzierung eines Kunstrasens, der etwa 500.000 Euro – also das Doppelte eines Rasenplatzes – kostet, schwenkten die VfB-ler jedoch die weiße Fahne. Die Finanzkraft des Vereins sei nach der Umwandlung des Aschenplatzes an der Upsprunger Straße in einen Rasenplatz eingeschränkt, ließ Vereinsvorsitzender Frank Baumann verlauten.

Würde der VfB Salzkotten nun einen neuen Rasenplatz bauen, könnte er bei einer Investition von 250.000 Euro mit einem Zuschuss von 50 Prozent rechnen. Bei einem Kunstrasenplatz (500.000 Euro) erhielte er ebenfalls 125.000 (25 Prozent). Hinzukäme ein Ausgleich für die Nutzung durch die Gesamtschule und möglicherweise anderer Vereine.

VfB-Vereinsvorsitzender Frank Baumann hält das durchaus für eine Option. Der Verein sei grundsätzlich bereit, einen neuen Kunstrasenplatz auch anderen Mannschaften im Winter für ihr Training tageweise zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtschule nutze den Platz ja auch jetzt schon. Um den Eigenanteil finanzieren zu können, wäre der Verkauf der Hederkampfbahn möglich, was aber von den Mitgliedern mitgetragen werden müsse. Seitens der Stadt müssen die neuen Überlegungen in die kommenden Haushaltsplanberatungen einbezogen werden.

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