Für bessere Bedingungen im Winter: Drei Vereine beantragen Kunstrasen
Fußballer wollen auf Ballhöhe bleiben

Salzkotten (WB). »Salzkotten braucht zwei Kunstrasenplätze«, davon ist nicht nur der Leiter der Fußballabteilung des SV Hederborn Upsprunge, Wolfgang Hecker, überzeugt. Die heimischen Fußballvereine müssten auch im Winter Gelegenheit haben, zu trainieren. Drei Clubs haben daher bei der Stadt einen Antrag auf finanzielle Unterstützung beim Umbau ihrer Rasenplätze gestellt.

Montag, 29.10.2018, 15:34 Uhr aktualisiert: 29.10.2018, 15:36 Uhr
Immer mehr Fußballvereine setzen auf Kunstrasen. Der Vorteil dieses Untergrundes gegenüber Rasen ist, dass er auch bei schlechten Witterungsbedingungen bespielbar ist. Foto: Oliver Schwabe
Immer mehr Fußballvereine setzen auf Kunstrasen. Der Vorteil dieses Untergrundes gegenüber Rasen ist, dass er auch bei schlechten Witterungsbedingungen bespielbar ist. Foto: Oliver Schwabe

Jüngst hatte der Rat der Stadt Salzkotten die Sportförderrichtlinien geändert, so dass es nunmehr nicht nur Zuschüsse für den Bau von Rasen-, sondern auch von Kunstrasenplätzen gibt. Der VfB Salzkotten will wie berichtet (WV vom 11. Oktober) den Rasenplatz im Hederauenstadion durch einen Kunstrasenplatz ersetzen. Auch der SV Hederborn Upsprunge und der SC RW Verne setzen auf künstlichen Untergrund.

 

Upsprunger wollen Hauptplatz umwandeln

Am Hüne­knapp hat der SV Upsprunge zwei Rasenplätze. Der Hauptplatz sei 20 Jahre alt und abgeschrieben, so Wolfgang Hecker. Eine Voraussetzung, um Fördermittel zu bekommen, ist damit erfüllt. Beim SV Hederborn nehmen elf Jugend- und zwei Seniorenmannschaften sowie ein Altherrenteam am Spielbetrieb teil. Im Winter sei ein Trainingsbetrieb auf Rasen so gut wie nicht möglich, so Hecker. Um trotzdem fit und am Ball zu bleiben, beschränken sich die Fußballer zum Teil auf Laufeinheiten oder mieten Hallenplätze. »Das kann es ja nicht sein«, sieht Wolfgang Hecker klare Wettbewerbsnachteile für seine Teams. Die neuen Förderrichtlinien sehen eine Unterstützung bei der Finanzierung von 25 Prozent der Kosten vor. Dieser Anteil kann entsprechend erhöht werden, wenn die Vereine ihre Plätze auch anderen Mannschaften aus dem Stadtgebiet öffnen. Das kann man sich beim SV Hederborn gut vorstellen.

»Wir haben einen Plan aufgestellt und das klappt. Da muss man sich eben ein bisschen zusammenreißen«, meint Hecker. Trotz der Fördermittel haben die Upsprunger dennoch einen großen Eigenanteil aufzubringen. Bei Kunstrasenplätzen wird mit einem Kostenaufwand von insgesamt rund 500.000 Euro gerechnet. »Der Verein ist aber bereit, das Geld in die Hand zu nehmen«, so Hecker. Im Salzkottener Stadtgebiet gibt es derzeit acht Fußballvereine. Die neuen Kunstrasenplätze in Salzkotten und Upsprunge könnten im Winter jeweils vier Vereinen zur Verfügung stehen. So gebe es für alle Fußballer auch bei schlechten Wetterbedingungen eine Möglichkeit, zu trainieren.

In Verne scheint eine Sanierung sinnvoller

Auch die Stadtverwaltung erachtet zwei Kunstrasenplätze im Stadtgebiet als notwendig, um den Bedarf in den Wintermonaten zu decken. Es sei ein Nutzungskonzept entwickelt worden, an dem sich alle Sportvereine aus dem Stadtgebiet beteiligt haben. In der nächsten Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sportausschusses (Montag, 5. November, 18 Uhr Rathaus) soll über die Anträge beraten werden. Beim SV RW Verne sieht es aber schon im Vorfeld nicht günstig aus. Der Standort komme aus schallschutztechnischer Sicht nicht in Betracht, heißt es in der Vorlage der Verwaltung zur Sitzung. Der zum Umbau vorgeschlagene Trainingsplatz habe keinen Aufbau mit Drainage. Vielmehr bestehe der Platz aus dem natürlich vorhandenen Lehmboden und sei daher in den Wintermonaten nicht bespielbar und sanierungsbedürftig. Die Rot-Weißen können sich daher auch eine Sanierung des Rasenplatzes vorstellen. Die Verwaltung empfiehlt den Kommunalpolitikern im Ausschuss, die jeweiligen Finanzierungskonzepte in die kommenden Haushaltsplanberatungen aufzunehmen. Vielleicht hilft ein solches Zeichen zumindest schon mal der Ersten des SV Hederborn Upsprunge. Die fristet nämlich derzeit ein eher trostloses Dasein auf dem letzten Tabellenplatz der Kreisliga A – hinter dem VfB.

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