So., 16.12.2018

»Hüttenzauber im Advent«: Ehrenamtliche tischen am verkaufsoffenen Sonntag auf Lasagnesuppe und Lichterglanz

Andi Kieroth aus Scharmede war nicht nur mit seiner Frau Michaela und Tochter Anne-Lena (Foto) nach Salzkotten gekommen, er hatte auch viele schöne, selbst hergestellte Holzdekorationen zum Verkauf mitgebracht.

Andi Kieroth aus Scharmede war nicht nur mit seiner Frau Michaela und Tochter Anne-Lena (Foto) nach Salzkotten gekommen, er hatte auch viele schöne, selbst hergestellte Holzdekorationen zum Verkauf mitgebracht. Foto: Hans Büttner

Von Hans Büttner

Salzkotten (WV). Die Weihnachtstage sind nicht mehr weit entfernt. Während der eine noch Geschenke braucht, sucht der andere Abwechslung – beispielsweise bei einem Bummel durch im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlende Städte.

Genau das hatten der Verkehrsverein und der Verein »Salzkotten Marketing« erkannt und den 3. Adventssonntag als einen Aktionstag mit vielen Angeboten, Attraktionen und geöffneten Geschäften in der Innenstadt eingeführt. Der »Hüttenzauber im Advent« ist geprägt von Ständen, an denen Landfrauenvereinigungen, Vereine und Gruppen aus der Kernstadt und den Ortsteilen die Besucher mit leckeren Suppen aus der eigenen Herstellung verwöhnen. Hinzu kommen besondere Aktionen, und auch die ganz jungen Besucher kommen bei dem Miteinander nicht zu kurz.

Jürgen Zehanciuc: »Oft haben die Menschen nicht die Möglichkeit zum gemeinsamen Einkauf, an einem Sonntag schon«

Klar, dass auch für die Salzkottener Geschäftsleute der Aktionstag im Advent einen großen Stellenwert eingenommen hat. »Es muss alles daran gesetzt werden, dass wir die Sonntagsöffnungstage behalten und dazu gehört ganz besonders der Öffnungstag im Advent«, sagte am Sonntag beispielsweise Michael Zehanciuc vom Schuhhaus Zehanciuc. Dass dieses nicht nur der Einzelhändler, sondern auch die Kunden so sehen, bestätigte Sohn Jürgen Zehanciuc. »Dieser Wunsch ist von unseren Kunden immer wieder zu hören, denn oft haben die Menschen nicht die Möglichkeit zum gemeinsamen Einkauf, an einem Sonntag schon.« Auch von Seiten der Mitarbeiter komme es zu keinen Klagen, fügt Vater Michael Zehanciuc hinzu.

Der Wunsch nach den geöffneten Sonntagen stößt bei der Stadt Salzkotten auf offene Ohren. »Wir sind derzeit in der Situation, dass wir keine generelle Genehmigung für Sonntagsöffnungen haben sondern diese immer wieder neu, auch bei der Gewerkschaft, beantragen müssen«, sagte Miriam Arens, Geschäftsführerin von Salzkotten Marketing.

Die rechtliche Möglichkeit zum Öffnen der Geschäfte am gestrigen Sonntag im eingeschränkten zentralen Verkehrsbereich war erst am Donnerstag erfolgt. Anfang des Jahres wolle man sich in Salzkotten um eine möglichst dauerhafte Regelung bemühen.

Miriam Arens: »Unser Ziel ist es, das Konzept weiter auszubauen«

Wenngleich der gestrige Tag gut gelaufen ist, möchte man die Veranstaltung weiter verbessern. »Unser Ziel ist es, das Konzept weiter auszubauen und an Details zu feilen«, sagte Miriam Arens. Die Stellplätze für die kleinen Karussells etwa müssten verbessert werden; hinter der Alten Post bleiben sollen sie jedenfalls nicht. Als angenehm empfanden es viele Besucher, dass sich die Autofahrer an die Tempoauflage von 30 Stundenkilometern hielten und gegenseitige Rücksichtnahme der Regelfall war.

Bei den Kindern kam die Stutenkerl-Dekoration gut an. Beate von Sobbe erfreute mit Weihnachtslesungen Kinder und Erwachsene. Das gemeinsame Singen am Abend vor der Sparkasse war der krönende Abschluss.

Kommentare

Hüttenzaubet

Zunächst ein Lob an die Stadt. Es war ja lange Zeit vakant, ob der „Hüttenzauber“ überhaupt stattfindet. Dennoch ist die Durchführung mit „Zauberhand“ realisiert worden.
Es bleibt aber anzumerken, dass hier nicht nur „gefeilt“ werden muss, sondern auch ein wenig intensiver nachgedacht werden sollte. Schön wäre es, wenn der Verkehrsverein/Marketing sich eng mit den Geschäftsleuten rechtzeitig zusammen setzen könnte, um ein wenig „zauberhafteres“ Programm entwickeln würde.
Der Weg ist ja geebnet.

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