Mi., 06.03.2019

Behörden ziehen nach dem langen Karnevalswochenende eine gemischte Bilanz Sechs Polizisten in Scharmede verletzt

Die Polizei hatte im Karneval viel zu tun. Friedlich wurde vor allem in Paderborn (Foto) und Delbrück gefeiert.

Die Polizei hatte im Karneval viel zu tun. Friedlich wurde vor allem in Paderborn (Foto) und Delbrück gefeiert. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/vah). Die Polizei hat eine vorläufige Bilanz zu den Einsätzen rund um den Karneval im Paderborner Land gezogen. Ärger hat es vor allem in Scharmede gegeben. Dort sind auch sechs Polizisten leicht verletzt worden.

Erneut hatten sich mehrere hundert junge Erwachsene vor Beginn des Scharmeder Umzuges in Elsen getroffen, um dort »vorzuglühen«. Kontrollen des Jugendamtes und der BOSS-Wache brachten nicht viel, die meisten Teilnehmer waren bereits volljährig. »Da kann man nicht viel machen«, berichtet Stadtsprecher Jens Reinhardt. Etwa 500 junge Leute sollen sich von der Von-Ketteler-Straße aus auf den Weg in den Nachbarort gemacht haben.

Während des Festzuges blieb alles friedlich , Ärger gab es aber später am Abend im Umfeld der Schützenhalle, berichtete Paderborns Polizeisprecher Michael Biermann auf Anfrage. Zehn Anzeigen seien geschrieben worden – zwei Körperverletzungen, ein Diebstahl, eine sexuelle Belästigung, zwei Drogendelikte, ein Verstoß gegen das Waffengesetz (Schlagring in der Tasche) und dreimal lautete das Delikt »Widerstand gegen Polizisten«. Dabei sind die sechs Beamten leicht verletzt worden. Sie konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Drei Betrunkene mussten mit ins Gewahrsam, 20 Platzverweise wurden ausgesprochen. Die Zahl der Erste-Hilfe-Einsätze war in Scharmede höher. Uwe Heidemann (Einsatzleiter Malteser) sprach von 30 Patienten, vier von ihnen kamen ins Krankenhaus. Die Betroffenen seien zwischen 13 und 18 Jahren alt gewesen. 2018 wurden 20 Patienten gezählt. Die Malteser sprachen dennoch von Zahlen im »erwartbaren Rahmen«. Die Tendenz sei grundsätzlich rückläufig.

»Gewittrig« war es auch in Fürstenberg. Dort wurde nicht nur der Festzug wegen Blitz und Donner verkürzt, sondern auch Anzeigen geschrieben. Die Polizei registrierte eine Körperverletzung, eine Beleidigung und einen Angriff auf Beamte. Auch von Fürstenberg aus ging es für drei betrunkene Karnevalisten, die randaliert hatten, direkt ins Polizeigewahrsam.

Friedlich feierten die Narren in Delbrück: Dort wurde am gesamten Karnevalswochenende nur ein Taschendiebstahl und eine Körperverletzung angezeigt. Relativ ruhig verlief das Karnevalsgeschehen auch in der Stadt Paderborn. Vier Körperverletzungen, zwei Sachbeschädigungen und einem Taschendiebstahl im Umfeld des Umzuges am Samstag (40.000 Besucher) sei mit Blick auf die Größe der Veranstaltung eine gute Bilanz, macht die Polizei deutlich.

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