Ein Jahr nach der Sanierung: beidseitige Mehrzweckstreifen für Radfahrer
Neue Markierungen auf der Verner Straße

Salzkotten (WB). Knapp ein Jahr nach der Erneuerung der Fahrbahndecke hat die Landstraße 636 zwischen Salzkotten und Verne ihre Markierungsstreifen zurückbekommen. Damit ist die in der Karwoche erarbeitete Lösung für die Verner Straße noch deutlich vor der Sommerpause umgesetzt worden. In der vergangenen Woche sind die Linien an zwei Tagen aufgebracht worden. Nach Auskunft Rainer Schüttes (Diplom Ingenieur bei Straßen NRW) fehlen noch die Sperrflächen in den Kreuzungsbereichen und am Ortsausgang Salzkotten. Beidseitig der Fahrbahn können Radfahrer nun etwa 1,50 Meter breite Mehrzweckstreifen nutzen.

Dienstag, 28.05.2019, 22:47 Uhr aktualisiert: 29.05.2019, 13:18 Uhr
1,50 Meter breite Mehrzweckstreifen sind beidseitig der Verner Straße auf die Fahrbahn markiert worden. Foto: Julia Queren
1,50 Meter breite Mehrzweckstreifen sind beidseitig der Verner Straße auf die Fahrbahn markiert worden. Foto: Julia Queren

Die fehlende Kennzeichnung der Fahrstreifen hatte insbesondere nachdem sich am Karfreitag kurz vor Verne ein tödlicher Unfall ereignet hatte , für vehemente Kritik gesorgt. Die Markierungsarbeiten lagen auf Eis, weil es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich eines Radweges gab. Der Landesbetrieb Straßen NRW als zuständiger Baulastträger hatte die Verner Straße für zu schmal eingestuft , um darauf einen Radweg auszuweisen. Gleichzeitig wurde beim Verkehrsministerium des Landes eine neue Richtlinie erarbeitet. Diese soll regeln, wie künftig die Markierung älterer Straßen, die saniert wurden, mit dem neuen technischen Regelwerk in Einklang zu bringen sind.

Zwei Tage vor dem tödlichen Unfall hatten sich Vertreter der beteiligten Behörden und der Stadt Salzkotten darauf geeinigt, zwar keinen eigens mit Piktogrammen markierten Radweg, jedoch breitere Mehrzweckstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn aufzubringen.

Inzwischen habe es auch, so Schütte, Gespräche zwischen der Stadt und Straßen NRW gegeben, in denen es um die Radwegführung nach dem geplanten Bau der B 1 neu gegangen sei. In der Sitzung des Salzkottener Bau- und Planungsausschusses Anfang Mai hatten die Kommunalpolitiker die Verwaltung beauftragt, eine andere als die jetzige Planung anzustreben. Sinnvoller sei es, den neuen Radweg nicht durchs Berglar, sondern entlang der L 636 direkt nach Salzkotten zu führen. Im Regionalplan der Bezirksregierung steht der Bau eines kompletten Radweges zwischen Salzkotten und Verne an achter Stelle der Prioritätenliste.

Die Untersuchungen zum Verkehrsunfall am Karfreitag, bei dem eine 37-jährige Radfahrerin getötet wurde, dauern nach Informationen der Staatsanwaltschaft Paderborn noch an. Oberstaatsanwalt Marco Wibbe bestätige zudem auf WV-Anfrage, dass die Anzeige eines Verner Bürgers in die Untersuchungen miteinbezogen werde. Der 72-Jährige war Ersthelfer am Unfallort. Ihm geht es darum, dass der Aspekt der fehlenden Markierungen bei der Ermittlung der Unfallursache berücksichtigt wird.

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