Do., 22.08.2019

Deutsche Glasfaser ist zufrieden mit Ausbaustand – es gibt aber auch Ärger Erdrakete trifft Stromleitung

Nach Angaben der Deutschen Glasfaser kommen die Arbeiten zum Ausbau des Glasfasernetzes gut voran. Doch nicht alles läuft reibungslos.

Nach Angaben der Deutschen Glasfaser kommen die Arbeiten zum Ausbau des Glasfasernetzes gut voran. Doch nicht alles läuft reibungslos. Foto: dpa

Von Marion Neesen

Salzkotten (WB). »Wir kommen gut voran«, sagt Daniel Wöllert, Bauleiter der Deutschen Glasfaser (DG), zum Stand der Tiefbauarbeiten im Stadtgebiet Salzkotten. Vermutlich bereits Ende September könne der erste Kunde ans Netz gehen.

Im Salzkottener Zentrum sei ein Viertel der Tiefbauarbeiten bereits fertig, die Hausanschlüsse liefen parallel. In Thüle und Scharmede arbeite das von der Deutschen Glasfaser beauftragte Generalunternehmen an den letzten Hausanschlüssen. »In Verne und Verlar rollen seit August die ersten Bagger und beginnen mit dem Ausbau, im Anschluss folgt dann Matinghausen«, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Glasfaser. Erst nach Beendigung der Arbeiten erfolge die Abnahme aller öffentlichen Oberflächen (Straße, Gehwege) durch die Stadt.

»Sobald die Kabel an der Hauswand liegen, werden Termine für die Aktivierung des Hausanschlusses vereinbart. Die Kunden werden daher erneut vom beauftragten Unternehmen für einen Termin kontaktiert«, erläutert Lena Kemper aus der Marketingabteilung des Unternehmens.

Aus Sicht einiger Kunden und der Stadt Salzkotten laufen die Arbeiten jedoch offensichtlich derzeit nicht ganz so rund. »In den vergangenen acht Tagen hat es drei Fälle gegeben, bei denen eine Erdrakete Leitungen beschädigt hat. Die Folge waren Stromausfälle in den betroffenen Straßenzügen«, bestätigt Fachbereichsleiter Ludwig Bewermeier auf WV-Anfrage. Die Stadt habe am Mittwoch die Baustelle stillgelegt. Offenbar hatte der mit den Tiefbauarbeiten beauftragte Subunternehmer nicht die erforderliche Tiefe bei einer Straßenquerung eingehalten. Auf Kosten der DG habe die Westfalen Weser Energie den Schaden behoben.

Verärgert ist auch der Salzkottner Hajo Schnieder. Seit dem vergangenen Freitag sei der Zugang zu seinem Haus nur erschwert möglich gewesen. Zudem seien in seinem Garten Schäden nicht beseitigt worden. Bei der Deutschen Glasfaser habe man ihn zunächst an den Subunternehmer verwiesen. Am gestrigen Donnerstag sei die Situation dann zwar verbessert, aber ein weiterer Schaden am Gartentor verursacht worden. Schließlich sei aber auch dieser behoben worden. »Wir müssen die Bürger häufiger um Verständnis bitten, da es zuweilen leider notwendig ist, geöffnete Bereiche nur provisorisch zu verschließen, da diese gegebenenfalls ein weiteres Mal aufgenommen werden müssen«, erläutert dazu Lena Kemper. Das Loch vor dem Eingang sei für die Straßenquerung notwendig gewesen. »Es mussten mehrere Leitungen der Straße von dort aus geschossen werden«, so die Sprecherin des Borkener Unternehmens, »da diese Arbeiten mehr Zeit benötigen, hat die Verschließung dieses Bereiches leider etwas länger gedauert, was sich jedoch nicht vermeiden ließ.« Nach Auskunft der Deutschen Glasfaser werde der Generalunternehmer angerichtete Schäden im Anschluss selbst beheben.

Die Stadt Salzkotten habe aufgrund der jüngsten Pannen der DG »einen bösen Brief« geschrieben, so Ludwig Bewermeier. Der Fachbereichsleiter räumt aber auch ein, dass man bisher zufrieden gewesen sei:  »Die DG investiert mehr als zehn Millionen Euro. Derzeit sind 11 bis 13 Arbeitskolonnen im Stadtgebiet unterwegs. Da kann durchaus mal etwas passieren.« Dem Subunternehmer lägen Bestandspläne vor, die Arbeiter vor Ort könnten damit aber offenbar nicht umgehen, so Bewermeier. Deshalb habe die Stadt eine Belehrung vor Ort gefordert, die inzwischen auch erfolgt sei. Zudem sei eine Ermahnung ausgesprochen worden. »Wir werden die DG weiter beobachten. Und wenn es gar nicht klappt, werden wir sie auffordern, einen anderen Subunternehmer zu beauftragen«, so Bewermeier. Die Stadt habe eigens einen Mitarbeiter abgestellt, der die Arbeiten an der Oberfläche kontrolliere und sofort eingreife, wenn etwas nicht ordnungsgemäß laufe.

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