So., 20.10.2019

Honigmarkt Salzkotten: Karl-Heinz Biermeier belegt Platz eins der Landesbewertung Westfalens bester Honig kommt aus Elsen

Sabine Kolbe, Brigitte Dzemaili und Günther Borchert vom Imkerverein Alme-Lippe informierten und boten Honig sowie Waffeln an. Imkern macht einfach Spaß, sagen sie unisono. Der Verein zählt 200 Mitglieder.

Sabine Kolbe, Brigitte Dzemaili und Günther Borchert vom Imkerverein Alme-Lippe informierten und boten Honig sowie Waffeln an. Imkern macht einfach Spaß, sagen sie unisono. Der Verein zählt 200 Mitglieder. Foto: Marion Neesen

Von Marion Neesen

Salzkotten (WB). Westfalens bester Honig kommt aus Elsen. Karl-Heinz Biermeier ist am Sonntag beim Honigmarkt in Salzkotten mit seiner Sommertracht flüssig auf Platz eins der Zentralen Honigbewertung 2019 des Landesverbandes gelandet. Damit lieferte er unter 1295 eingereichten Proben die beste Qualität ab.

Der Elsener Imker gehört dem Imkerverein Salzkotten an und ist zugleich seit 2011 Honigobmann des Kreises Paderborn. »Ich bin völlig geplättet und hatte nie damit gerechnet«, freute sich Biermeier riesig über die Auszeichnung. Er wusste zwar, dass er zu den ersten zehn Preisträgern zählt, nicht aber dass sein Honig die beste Bewertung bekommen hatte. Der 64-Jährige hat 18 Bienenvölker in Elsen und Wewer. Bewertet werden von 35 Prüfern unter anderem Sauberkeit, Konsistenz, Wasser- und Enzymgehalt sowie Geruch und Geschmack des Honigs.

Karl-Heinz Biermeiers Honig landete auf Platz eins der Bewertung des Landesverbandes. Foto: Neesen

Die Auszeichnung überreichte der ehemalige Salzkottener und Landesvorsitzende Dr. Thomas Klüner. »80 Prozent der eingereichten Proben erhielten entweder Gold, Silber oder Bronze. Mehr als die Hälfte der Proben wurden mit Gold ausgezeichnet. Die Ergebnisse spiegeln die ausgezeichnete Qualität unserer Honige wider«, sagte Klüner. Die gesellschaftlichen und klimatischen Herausforderungen der Zukunft könnten allerdings einzelne Imker nicht allein meistern. Dazu bedürfe es engagierter Vereine und Verbände. Der westfälisch-lippische Landesverband freut sich über 1200 neue Mitglieder; insgesamt zählt er damit 9769. Einen solch’ hohen Stand habe es zuletzt vor 60 Jahren gegeben, so Klüner. In 223 Vereinen werden 62.729 Bienenvölker betreut.

Infos und Tipps rund ums Imkern

Der Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker hatte bereits zum zweiten Mal seinen Honigmarkt in Salzkotten ausgerichtet. Angereist war auch der erst vor gut einer Woche neu gewählte Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Imker, Torsten Ellmann, der in Salzkotten seinen ersten offiziellen Auftritt hatte. Der Bundesverband werde sich künftig Themen wie Wachs, Lichtverschmutzung und Flächenversiegelung widmen. »Wir haben Probleme in der Gestaltung unserer Kulturlandschaft. Täglich werden in Deutschland 80 Hektar versiegelt, es fehlt an Hecken. Dafür brauchen wir einen Ausgleich«, forderte Ellmann ein Umdenken.

An zahlreichen Ständen informierten am Sonntag Imker rund um ihr Hobby, über Bienen, Honig und was man daraus machen kann. In Fachvorträgen ging es unter anderem um den Wachsskandal, der vor einigen Jahren bekannt wurde, als verunreinigter, künstlich gestreckter Bienenwachs auf den Markt kam. Der Imkerverein Salzkotten, der in diesem Jahr 85 Jahre alt geworden ist, hat sein eigenes Mittel gegen solch’ unsauberen Bienenwachs. »Der Wachs ist quasi die Verpackung des Honigs und der sollte so rein sein wie möglich«, sagt dessen Vorsitzender und Marktmeister Martin Lenzmeier. Mit einer Mittelwandwalzanlage stellen die Salzkottener Imker daher ihre eigenen Wachsmittelwände her, auf denen die Honigwaben aufgebaut werden. Zahlreiche heimische Imkervereine hatten Infostände eingerichtet und lieferten neben Tipps zum Imkern auch Leckerein wie Honigwaffeln.

»Imkern macht einfach Spaß«, sagt Günther Borchert aus Delbrück vom Imkerverein Alme-Lippe, »es ist ein schöner Ausgleich zum Berufsleben, und wir haben eine tolle Gemeinschaft.« Der Imkerverein Alme-Lippe bietet im Februar auch wieder Kurse für Einsteiger an. Interessierte fanden sich an seinem Stand am Sonntag reichlich ein.

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