Paderborner Schöffengericht: 30-Jähriger muss zwei Jahre ins Gefängnis – folgenschwere WhatsApp beim Autofahren
In einer Sekunde eine Familie zerstört

Salzkotten-Verne/Paderborn -

Es war eine Textnachricht banalsten Inhalts. Ihr Versenden stürzte eine ganze Familie ins Unglück: die Mutter tot, ein Kind dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt, zwei weitere Kinder und der Vater schwer traumatisiert. Der Fahrer, der den Unfall verursacht hatte, muss in Gefängnis. Von Ulrich Pfaff
Freitag, 09.04.2021, 17:55 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.04.2021, 17:55 Uhr
Blumen an der Verner Straße.
Blumen an der Verner Straße. Foto: Lukas Brekenkamp/Archiv
Tragischer hätte ein Fahrradausflug am Karfreitag 2019 kaum enden können. Eine 37-jährige Frau war auf der Verner Straße in Richtung Salzkotten mit ihren beiden Töchtern unterwegs – eine Dreijährige im Kindersitz hinter ihr, eine Sechsjährige auf einem Kinderfahrrad vorneweg.  Um 13.15 Uhr fuhr ein jetzt 30 Jahre alter Mann mit seinem Mercedes in die gleiche Richtung und erhielt eine WhatsApp-Nachricht von seiner Freundin, ihr tue der Fuß weh. Um 13.16 Uhr beantwortete er sie mit zwei kurzen, banalen Worten und fuhr Sekundenbruchteile später auf die Radlerin von hinten auf – laut Schätzung eines Gutachters mit einer Geschwindigkeit irgendwo zwischen 85 und 100 Stundenkilometern. Am Freitag stand der Fahrer nun vor dem Paderborner Schöffengericht.
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