Berliner Landschaftsarchitekt gewinnt Gestaltungswettbewerb der Landesgartenschau
Höxter rückt näher ans Wasser

Höxter (WB). Die Würfel sind gefallen: Das Berliner Landschaftsplanungsbüro Franz Reschke hat den Planungswettbewerb für die Gestaltung der Landesgartenschau (LGS) 2023 in Höxter gewonnen. Das hat das Preisgericht am Freitagnachmittag bekannt gegeben.

Freitag, 28.02.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 19:05 Uhr
So soll die Weserpromenade unterhalb der Bahnmauer aussehen. Foto: Reschke
So soll die Weserpromenade unterhalb der Bahnmauer aussehen.

Insgesamt waren 18 Entwürfe eingegangen. Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch freut sich über das Ergebnis: „Jetzt haben wir erstmals ein konkretes Bild vor Augen, wie das Gelände während der Landesgartenschau und in seiner Dauernutzung aussehen kann.“

Weserufer

Die Siegerplanung rückt Höxter im übertragenen Sinne näher ans Wasser. Die Weserpromenade wird grundlegend umgestaltet und wird direkt bis an die Weser heranführen. Auf dem Fluss ist eine schwimmende Bühne für Veranstaltungen geplant.

Das Herzstück ist allerdings die nach Angaben der Planer „vermutlich längste Bank Nordrhein-Westfalens“. Direkt am Weserufer sollen Sitzmöglichkeiten geschaffen werden, die zum Verweilen einladen. Vorgesehen ist auch ein Kanuanleger und Möglichkeiten für Wassersport.

Wallanlagen

Zweites Element in der Planung ist die Umgestaltung der Wallanlagen. „Wobei die Planer hier erkannt haben, dass am Wall schon vieles gut ist, wie es ist“, sagte der Vorsitzende des Preisgerichtes, Axel Lohrer, Landschaftsarchitekt aus München. Vorgesehen ist hier ein blühendes Band an der Stadtmauer.

4157987-Landesgartenschau 2023 Höxter: Die Sieger-Entwürfe - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

 

Ebenso sollen hier die Gärten der Partnerstädte angelegt werden. Auch Spielplätze sind hier vorgesehen. Der Übergang zur Weserpromenade an der Wasserkunst „Alte Mühle“ soll neu gestaltet werden.

Welterbe

Neben den Wallanlagen und dem Weserufer soll auch die Welterbestätte Corvey ein Schwerpunkt der Gartenschau sein. Eine besondere Rolle spielen dabei der Geschichtspark Civitas Corvey unweit des Corveyer Hafens und der Remtergarten. Das Berliner Planungsbüro sieht im Geschichtspark eine Blumenhalle, Themengärten, Spielmöglichkeiten sowie Platz für eine Plantage aus Energiepflanzen.

Das Archäologische Fenster soll Einblicke in die Geschichte der untergegangenen Stadt Corvey geben. Dazu werden Stege durch das Gelände gelegt. Gärtnerische Vielfalt soll sich im Remtergarten widerspiegeln. Die Planer sehen dort eine „Gartenwiese als Ruhepol vis a vis des Welterbes“.

Die etwa zweieinhalb Kilometer lange Verbindung von der Innenstadt nach Corvey entlang des Weserbogens soll nach den Vorstellungen der Planer aufgewertet werden. Dazu soll der heutige Radweg verlegt werden. Ebenso sind kleinere Wälder, Grünflächen und die Anlage neuer Wege vorgesehen.

Bagger rollen bald

Die Landesgartenschaugesellschaft muss nach dem Jury-Urteil nun das Vertragswerk mit den Planern festzurren, danach geht es dann an die Ausführungsplanung. Die beiden Geschäftsführer Heinrich Sperling und Claudia Koch gehen davon aus, dass Ende 2020, spätestens aber im Frühjahr 2021, die Bagger rollen werden und mit dem Bau des Gartenschaugeländes begonnen wird.

Die Radfahrer, die entlang der Weser unterwegs sind, werden sich auf Umwege einstellen müssen. Der Weserradweg wird während des Baus der Promenade und der Verbindung entlang des Weserbogens nach Corvey gesperrt. Eine Umleitung wird dann durch die Stadt und erst bei Corvey wieder an den Fluss führen.

„Sicherlich werden wir die Umleitungsroute zwischenzeitlich immer mal wieder wechseln müssen, weil ja auch in der Stadt gebaut wird“, berichtet Claudia Koch. In den Plänen ist beispielsweise auch die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes vorgesehen.

Höxters Bürgermeister Alexander Fischer, der ebenfalls der Jury angehörte, sprach am Freitagnachmittag von einem „Meilenstein“. Die Pläne werteten Höxter auf. Auch in Jahrzehnten werde die Stadt davon noch profitieren.

Kommentare

Jörg Drüke  schrieb: 29.02.2020 15:59
Bebauung Weserufer
Ist eine Beleuchtung für die Uferpromeda vorgesehen?
Ein sogenannter "Meilenstein" muss den Höxteraner Bürgern zwingend die Nutzung der Promenade auch nach Einbruch der Dämmerung bieten! Ganzheitlich und perspektivisch denken! Und zwar vorher!!!
1 Kommentare
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