Siegerentwurf: Franz Reschke (37) aus Berlin stellt Details der Gartenschauplanung in Höxter und Corvey vor
Behutsamer Umbau: Längste Bank in NRW am Weserufer

Höxter (WB). Das Landschaftsarchitekturbüro Franz Reschke aus Berlin-Kreuzberg hat den Planungswettbewerb für die Gestaltung der Landesgartenschau 2023 in Höxter gewonnen und am Mittwoch im Stadthaus erstmals detailliert seine LGS-Pläne erläutert.

Freitag, 06.03.2020, 17:52 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 20:54 Uhr
Franz Reschke (37) aus Berlin plant die LGS 2023. Er hat schon Großprojekte geschultert (Referenzen: www.franzreschke.de). Hinten von links Baudezernentin Claudia Koch, Heinrich Sperling (LGS gGmbH) und Bürgermeister Alexander Fischer. Foto: Michael Robrecht
Franz Reschke (37) aus Berlin plant die LGS 2023. Er hat schon Großprojekte geschultert (Referenzen: www.franzreschke.de). Hinten von links Baudezernentin Claudia Koch, Heinrich Sperling (LGS gGmbH) und Bürgermeister Alexander Fischer. Foto: Michael Robrecht

Der 37-Jährige will mit seinen 15 Mitarbeitern zügig in die Ausführungsplanung einsteigen, damit voraussichtlich im Frühjahr 2021 der erste Spatenstich an der Weserpromenade, am Wall, im Remptergarten östlich der ehemaligen Klostergebäude in Corvey und am Geschichtspark der untergegangenen Stadt Corvey gesetzt werden kann. „Höxter bekommt ein Gesicht. Die Stadt wird aber nicht total umgekrempelt, sondern die Anlagen werden behutsam umgebaut und die vorhandene Struktur aufwerten“, kündigte Bürgermeister Alexander Fischer an. Fischer und Baudezernentin Claudia Koch sind sich sicher, dass die Reschke-Entwürfe die Höxteraner mitnehmen und ansprechen.

Weserufer aufwerten

„Zeitreise“ hat Franz Reschke seine Planung überschrieben. Die Weserpromenade solle ein urbanes Passstück zum Fluss werden. Auf 2,7 Kilometern werde die Weser zwischen Schiffsanleger und Corvey ganz anders erlebbar gemacht als es die Höxteraner bisher kennen. Das Weserufer werde aus dem Bestand heraus entwickelt, nichts Großes gebaut. Die fußläufige Verbindung zwischen Altstadt und Weser werde ausgestaltet, und entlang des Flusses sollen die Gartenschaubesucher auffallend viele Sitzmöglichkeiten erhalten. An der Stelle der abgebrannten R1-Gastronomie am Dampferanleger soll ein neuer Pavillon mit Rastwiese gebaut werden. 50 Quadratmeter groß könnte er sein. Baudezernentin Koch kann sich aber auch vorstellen, dass es an der markanten Stelle „noch etwas mehr“ sein könne. Entwürfe gebe es noch nicht. Hochwasserschutz und Baumbestand müssten dort berücksichtigt werden. Über diesen Punkt werde noch gesprochen.

Pläne für Landesgartenschau in Höxter: die Siegerentwürfe

1/51
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94
  • Foto: Michael Robrecht, Büro Raschke, Büro Micke, Büro Club L94

Städtisch sollen die hohen Mauern mit der vorgelagerten Promenade wirken. In Brückennähe wird neues Natursteinpflaster gelegt. Die mit 70 Metern „längste Bank in NRW“ soll dort als Attraktion und Horizontbank gebaut werden. Die Zugänge zum Ufer werden Tag und Nacht erlebbar sein. Am Uferrand wird es zahlreiche Angebote für Besucher geben. Die besondere Atmosphäre von Fluss, Altstadt und Ufer wird herausgearbeitet. Laut des Landschaftsarchitekten werden an den Böschungen Stufen zum Fluss angelegt. Der freie Blick aufs Wasser sei wichtig. Es sind darüber hinaus Bootsanlegestellen geplant. Ein langes grünes Band vom Dampferanleger bis Corvey soll das besondere Höxter-Flair erlebbar machen.

Geschichtspark

Der Archäologiepark auf dem Gelände der 1265 untergegangenen Stadt Corvey soll die Ausgrabungen zeigen. Planer Reschke sagte, dass der gesamte Altbaubestand des Sägewerkes abgerissen werden soll. Über Holzstiegen werde der Besucher über das Grabungsareal geführt. Marktkirche und Straßen würden kenntlich gemacht. Wunsch ist ein multifunktionales neues Gebäude auf dem Gelände, die Darstellung eines Hellwegstückes und eine Festwiese für nicht so große Events. Große Konzerte könnten am Godelheimer See organisiert werden, meinte Bürgermeister Alexander Fischer. Das Haus am Archäologiepark sei aber noch ein Wunsch, die Finanzierung nicht im Budget. Auch müsse mit dem LWL noch über die museale Ausgestaltung gesprochen werden. Claudia Koch sieht einen Weg als Blickachse vom Hafen direkt zu dem Gebäude zulaufen, um die Besucher nicht um die Stadtwüstung herumzuführen.

Sie wies auch darauf hin, dass der Corveyer Schießstand mit Blick auf das Zentralhaus nicht mehr gebraucht werde. Den Schießstand einzubeziehen sei gut, wenn er verfügbar wäre. Es gehe aber auch ohne, sagte Koch.

Die zehn Meter breite Straße, vom Bahnübergang am Stellwerk vorbei bis zur Weser, soll auf sechs Meter zurückgebaut und stellenweise entsiegelt werden, kündigte Reschke an. Zeitlich begrenzte Gastronomien sollen im Klostergarten hinter dem Schloss und auch am Geschichtspark entstehen. Am alten Sägewerk ist auch der Blumenmarkt geplant.

Wallanlagen

Auch der neu gestaltete Wall soll dazu beitragen, dass „in Höxter zusammenwächst, was zusammengehört“. Sensibel wollen die Planer mit den alten Bäumen umgehen. Der Hauptweg auf der Wallkrone bleibe erhalten, berichtete Reschke. An der frei gestellten mittelalterlichen Stadtmauer werde ein schmalerer Weg entstehen. Blumen und Beete könnten die Mauer aufwerten. Ein grüner Korridor soll den Wall prägen. Auf den Wiesen sollen sich Menschen tummeln und dort rasten. Neue und vorhandene Spielbereiche seien wichtig, die würden ebenso an der Weserpromenade im Bereich Corvey eingerichtet.

Am Wall sollen auch neue Gärten in Stadthallennähe entstehen. Bürgergärten würden zugänglich gemacht. es werde Patenschaften für Beete und Anlagen, wie in Bad Lippspringe geben.

Alle 18 LGS-Entwürfe werden ab Freitag, 6. März, 18.30 Uhr im Haus Marktstraße 31 (früher Schuh-Meyer) öffentlich zu sehen sein und an dem Abend auch erläutert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7311435?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F5876625%2F
Datenpanne: Inzidenz steigt auf 41 – doch Kreis darf nicht sofort handeln
22 Neuinfektionen sind am Samstag gemeldet worden. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker