NWL verhandelt mit Land – Haltepunkt in Corvey ebenfalls Thema
Höxter soll öfter angefahren werden

Höxter (WB). Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe verhandelt mit dem Land NRW über die Finanzierung von Zusatzmaßnahmen für die Landesgartenschau 2023 in Höxter. Züge sollen die Ausrichterstadt häufiger anfahren. Außerdem wird geprüft, ob die Haltestelle am Weltkulturerbe Corvey reaktiviert werden kann. Das hat die Verbandsversammlung am Dienstag beschlossen. Kalkulierte Kosten insgesamt: vier Millionen Euro.

Dienstag, 25.08.2020, 22:37 Uhr
Die Versammlung des NWL will dafür sorgen, dass bis zur LGS mehr Züge in Höxter halten. Foto: Marius Thöne/Archiv
Die Versammlung des NWL will dafür sorgen, dass bis zur LGS mehr Züge in Höxter halten. Foto: Marius Thöne/Archiv

Um einen 30-Minutentakt auf der RB 84 (Eggebahn Paderborn–Höxter–Ottbergen–Holzminden) zu verwirklichen, werden drei zusätzliche Fahrzeuge benötigt, die laut NWL im Zuge einer betrieblichen Trennung bereits beschafft worden sind. Die Fahrzeuge stammen aus einer insgesamt neun Fahrzeuge umfassenden Teilflotte, über die weiteren Züge aus dieser Tranche würde verhandelt. Sie seien auch auf der RB 84 einsetzbar, heißt es. Um eine erforderliche Bindung der Fahrzeuge für den NWL zu erreichen, sei jedoch eine gesicherte Finanzierung dringend notwendig – deshalb werden nun Verhandlungen mit dem Land geführt. „Darüber hinaus ermöglichen solche Fahrzeuge auch grundsätzliche Angebotsveränderungen in diesem oder anderen Korridoren“, teilt der NWL mit.

In Abstimmung mit der Stadt Höxter sollte außerdem überlegt werden, ob während der LGS ein provisorischer Bedarfshaltepunkt „Höxter-Corvey, Landesgartenschau“ sinnvoll ist. Mit der DB Netz sollte zugleich geklärt werden, ob ohne weitere Anpassungen ein solcher Halt 2023 für sechs Monate möglich ist. Inwiefern ein dauerhafter Halt möglich ist, könne erst später entschieden werden, da Untersuchungen zur Taktverdichtung im Bereich Kreiensen noch nicht abgeschlossen seien.

„Es ist extrem wichtig, dass wir alles dafür tun, dass mehr Menschen Höxter bis zur Landesgartenschau erreichen – das hat Priorität und sollte nicht an einem Haltepunkt in Corvey scheitern“, sagte Landtagsabgeordneter Matthias Goeken als Mitglied der Verbandsversammlung. Eine Haltestelle in Corvey wäre schön, aber in der Kürze der Zeit schwer umsetzbar. Hier müsse man realistisch bleiben. Auch die Bahn hatte bereits angekündigt, dass ein zusätzlicher Halt zeitlich und planerisch schwer umzusetzen sei.

Corona-Hilfe im Kreis

In der Sitzung der Verbandsversammlung wurden auch „Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise im ÖPNV“ vorgestellt. Vom Land gibt es dafür NRW-weit 50 Millionen. „Die Projekte, die im Kreis Höxter umgesetzt werden sollen, haben alle die Priorität 1“, erläuterte Matthias Goeken, „alle haben einen Fördersatz von 90 Prozent.“ Im Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter soll es ab 2020/2021 dynamische Fahrgastinformationsanzeiger geben. Kosten: 453.000 Euro. Am ZOB in Nieheim ist für das kommende Jahr außerdem eine Erneuerung der Systemüberdachung mit einem Volumen von 21.000 Euro vorgesehen. Zwei weitere Maßnahmen sind auf die Stadt Marienmünster als Antragssteller zurückzuführen: 14.000 Euro werden verwendet, um 2020 die Installation von Fahrradboxen an Bushaltestellen zu realisieren. Im kommenden Jahr soll darüber hinaus die Haltestelle „Langenkamp“ in Kollerbeck für 11.000 Euro um eine Haltestelle ergänzt werden.

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