Staatsanwalt: Opfer meldeten sich nach Bekanntwerden
Tatort Campingplatz: jetzt 29 Opfer

Lügde (WB/ca). Die Zahl der Kinder, die auf dem Campingplatz in Lügde missbraucht worden sind, ist erheblich höher als angenommen.

Freitag, 01.02.2019, 14:05 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 14:38 Uhr
Der Campingplatz in Lügde. Foto: Christian Althoff
Der Campingplatz in Lügde. Foto: Christian Althoff

Oberstaatsanwalt Ralf Vetter bestätigte dem Westfalen-Blatt, dass jetzt von 29 Opfer ausgegangen werde. 23 seien bis Anfang der Woche bekanntgewesen. Nach der Berichterstattung in den Medien hätten sich in den letzten Tagen weitere Personen gemeldet. »Sie wurden von der Ermittlungskommission Camping befragt. Wir stufen sie nicht als mutmaßliche Opfer, sondern als tatsächliche Opfer ein«, sagte Vetter.

Missbrauchsfall Lügde

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  • Frank Schäfsmeier führt den Campingplatz »Eichwald« in Lügde.

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  • In diesem Holzhaus und zwei Wohnwagen lebte Andreas V. mit seiner heute acht Jahre alten Pflegetochter.

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  • Hauptkommisar Gunnar Weiß

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  • Staatsanwältin Jaqueline Kleine-Flaßbeck

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  • Jens Ruzsitska (56) aus Bad Pyrmont informierte die Behörden schon 2016 über den mutmaßlichen Sexualstraftäter Michael V., fand aber kein Gehör.

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An diesem Freitag will die Polizei zudem eine neue Ermittlungskommission einrichten. Die EK »Eichwald« setzt sich zusammen aus bisherigen Ermittlern der EK »Camping« und Ermittlern der Kriminalpolizei Bielefeld. Insbesondere die große Menge sichergestellter digitaler Daten mache es erforderlich weitere Fachleute anderer Polizeibehörden aus NRW in die Bearbeitung einzubinden.

Derzeit laufen Ermittlungen in alle Richtungen. Die Bielefelder Polizei nimmt derzeit auch Kollegen aus Lippe unter die Lupe.

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