Fr., 28.06.2019

Missbrauchsprozess Lügde: Detmolder Richterin lehnt Sichtschutzwand vor der Anklagebank ab – mit Videos Andreas V. fürchtet Begegnung mit Opfern

Die Angeklagten Heiko V., Mario S. und Andreas V. (von links) sitzen am Donnerstag im Saal des Landgerichtes auf der Anklagebank.

Die Angeklagten Heiko V., Mario S. und Andreas V. (von links) sitzen am Donnerstag im Saal des Landgerichtes auf der Anklagebank. Foto: Bernd Thissen/dpa

Detmold (WB). Im Missbrauchsprozess Lügde hat es der Angeklagte Andreas V. am Freitag abgelehnt, seinen Opfern zu begegnen. Sein Verteidiger Johannes Salmen beantragte, eine Sichtschutzwand vor der Anklagebank aufzustellen.

»Mein Mandant will auf keinen Fall irgendeinen Blickkontakt mit den Kindern haben«, sagte er. Die Vorsitzende Richterin Anke Grudda blockte ab. »Herr V., das ist hier kein Wunschkonzert!« Sie erlaubte dem Angeklagten dann aber, sich hinter einem Aktenordner zu verstecken.

Anschließend schloss das Gericht die Öffentlichkeit aus, um zwei Opfer zu befragen. Dabei will sich die Kammer vor allem einen Eindruck davon verschaffen, wie sehr die Opfer heute noch unter den Taten leiden. Das spielt unter anderem bei der Höhe der Strafe eine Rolle.

 

Newsflash: Zusammenfassung des zweiten Prozesstags:

Opferanwalt Thorsten Fust im Interview nach dem zweiten Prozesstag:

WESTFALEN-BLATT-Redakteur Christian Althoff zum zweiten Prozesstag:

Interview mit Rechtsanwalt Johannes Salmen nach dem ersten Prozesstag:

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