Fr., 12.07.2019

Konstituierung am Freitag im NRW-Landtag Untersuchungsausschuss zum Missbrauchsfall Lügde nimmt Arbeit auf

Bei Durchsuchungen auf einer Parzelle auf dem Campingplatz in Lügde stehen Polizeibeamte der Kriminaltechnik an der Hütte eines Tatverdächtigen.

Bei Durchsuchungen auf einer Parzelle auf dem Campingplatz in Lügde stehen Polizeibeamte der Kriminaltechnik an der Hütte eines Tatverdächtigen. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archiv

Düsseldorf (dpa). Der Missbrauchsfall von Lügde wird nun auch politisch aufgearbeitet. Im nordrhein-westfälischen Landtag konstituierte sich am Freitag der parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) »Kindesmissbrauch«. Der Ausschuss soll Fehlverhalten auf allen mit dem Missbrauchsfall befassten Ebenen aufklären, und Ermittlungspannen und Behördendefizite unter die Lupe nehmen.

Vorsitzender ist der SPD-Politiker Andreas Kossiski. Seine Stelvertreterin ist Kirstin Korte (CDU, Minden).

Auf einem Campingplatz in Lügde sollen über viele Jahre hinweg mehr als 40 Jungen und Mädchen schwer sexuell missbraucht und dabei teilweise gefilmt worden sein. Zwei Männer, Andreas V. (56) aus Lügde und Mario S. (34) aus Steinheim, sind wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in mehreren hundert Fällen angeklagt. Beide hatten die Taten zum Prozessbeginn vor zwei Wochen gestanden.

Polizei und Jugendämter stehen in der Kritik, weil sie Hinweisen auf den Hauptverdächtigen nicht nachgegangen sein sollen. Auch die Rolle der Landesregierung soll aufgearbeitet werden.

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