Fr., 26.07.2019

Aktivisten gehen in Bielefeld und Detmold auf die Straße Zwei Demonstrationen gegen erstes Lügde-Urteil

Erda Seib, hier mit einem Polizisten vor dem Bielefelder Bahnhof, will mit Aktivisten gegen das erste Urteil im Lügde-Prozess auf die Straße gehen.

Erda Seib, hier mit einem Polizisten vor dem Bielefelder Bahnhof, will mit Aktivisten gegen das erste Urteil im Lügde-Prozess auf die Straße gehen. Foto: Christian Althoff

Bielefeld/Detmold (WB/fw). Als Reaktion auf das Urteil gegen Heiko V. im Missbrauchsfall Lügde, der zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde, soll es zwei Demonstrationen geben. In Bielefeld und in Detmold wollen Aktivisten auf die Straße gehen.

Das Landgericht Detmold verurteilte den Koch und Lkw-Fahrer aus Niedersachsen zu zwei Jahren Gefängnis und setzte die Strafe zur Bewährung aus. Heiko V. habe kein Kind angefasst, sondern mehrfach per Webcam beim Missbrauch zugesehen. Er habe einmal per Webcam vor drei Mädchen onaniert, und er habe dem Hauptangeklagten Andreas V. zu Taten animiert.

Heiko V. (Mitte) wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Foto: Althoff

Zu Gunsten des Angeklagten wertete das Gericht, dass er gestanden hatte, dass er dem Opfer eine Aussage erspart hatte, dass er nicht vorbestraft ist und eine Therapie machen möchte. Berücksichtigen musste die Kammer auch, dass Heiko V. bereits seit Januar in Untersuchungshaft saß.

Schweigemarsch vom Jahnplatz bis zum Alten Markt

An diesem Samstag wollen Aktivisten ein Mahnmal am Bielefelder Jahnplatz errichten. Die Veranstaltung sei eine »Solidaritätsdemo für die Opfer des sexuellen Missbrauchs in Lüdge und anderswo«, schreibt Erda Seib in einer Pressemitteilung. Von der Jahnplatzuhr aus findet zudem ab 12 Uhr ein Schweigemarsch zwischen Alter Markt und Jahnplatzuhr statt. Abschluss ist um 15 Uhr am Jahnplatz.

Auch in Detmold wird demonstriert

Zudem soll am 1. August – dann findet der nächste Verhandlungstag im Missbrauchsfall Lügde statt – ab 10 Uhr ein Schweigemarsch von der Bruchstraße in Detmold zum Landgericht Detmold führen. Dazu eingeladen hat die Hamelner Elterninitiative »Kinder von Lüdge«.

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