Nach dem Missbrauchsfall Lügde begann in Nordrhein-Westfalen die Ausbildung von entsprechenden Diensthunden
Datenspeicherspürhunde bei 34 Durchsuchungen – NRW will 20 Tiere

Düsseldorf (WB/dpa). Erfolgreiche Schnüffler: Die ersten fünf Datenspeicherspürhunde der Polizei in Nordrhein-Westfalen sind zwischen Mitte Oktober und Ende November bereits bei 34 Durchsuchungen eingesetzt worden.

Donnerstag, 16.01.2020, 11:50 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 12:05 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

„Dabei wurden durch die Datenspeicherspürhunde umfangreiche Beweismittel aufgefunden“, teilte das Innenministerium mit. In der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage im Landtag heißt es weiter, dass langfristig „mindestens 20 einsatzfähige Datenspeicherspürhunde vorgehalten werden sollen“.

Konsequenz aus dem Missbrauchsfall Lügde

Die Spürhunde sind unter anderem auf Handys, Speicherkarten und USB-Sticks abgerichtet. Ein damals noch ausgeliehener Datenspürhund aus Sachsen hatte im Missbrauchsfall Lügde eine wichtige Rolle gespielt: Das Tier fand am Tatort noch Beweise, die vorher übersehen worden waren. Danach begann auch NRW mit der Ausbildung von entsprechenden Diensthunden.

Viele Tiere in Doppel- oder Dreifachrollen unterwegs

Wie aus dem Bericht des Innenministeriums hervorgeht, hat die Polizei auch neun Banknotenspürhunde, vier Brandmittelspürhunde, sechs Leichenspürhunde, sieben Mantrailer-Hunde, 32 andere Personenspürhunde, 97 Rauschgiftspürhunde, 35 Sprengstoffspürhunde und 245 Schutzhunde. Viele dieser Tiere seien allerdings in Doppel- oder gar Dreifachrollen unterwegs.

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