Mo., 25.02.2019

Landgericht Bielefeld: Psychologin sagt, Angeklagter sei durchschnittlich intelligent Dreifachmord von Hille: Jörg W. laut Gutachterin voll schuldfähig

Der Angeklagte Jörg W. im Gerichtssaal.

Der Angeklagte Jörg W. im Gerichtssaal. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Bielefeld (dpa). Im Prozess um den Dreifachmord von Hille schätzt eine Gutachterin den Angeklagten Jörg W. als voll schuldfähig ein. Der 51-Jährige sei durchschnittlich intelligent, neige bei seinen Beschreibungen zwar zu deutlichen Übertreibungen, psychisch sei er aber gesund, sagte die Psychologin Sabine Nowara am Montag vor dem Landgericht Bielefeld.

Bei der Frage, ob der ehemalige Fremdenlegionär zu weiteren Gewalttaten neige und daher eine Sicherungsverwahrung nötig sei, wollte sich die Expertin nicht festlegen.

Nach drei Leichenfunden auf zwei angrenzenden Höfen in Hille (Kreis Minden-Lübbecke) müssen sich Jörg W. und sein 24 Jahre alter Ziehsohn Kevin R. wegen dreifachen Mordes aus Habgier verantworten. Beide Männer beschuldigen sich bislang gegenseitig.

Nach der Indizienlage geht das Gericht bislang davon aus, dass die ersten beiden Todesopfer, ein 72-jährigen Nachbar und ein 64-jähriger Hilfsarbeiter, dem älteren Jörg W. zuzuordnen sind. Der Tod eines 30 Jahre alten Geschäftspartners der beiden soll auf das Konto von Kevin R. gehen.

Der Prozess wird am 8. März fortgesetzt.

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