Gesamtschule 4.0: digitales Zeitalter in Spenge beginnt nach den Sommerferien
Touchscreens ersetzen die Tafeln

Spenge (WB). Noch 27 Tage, dann enden auch an der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge die Sommerferien. Schüler und Lehrer werden in den Klassenräumen dann keine Tafeln mehr vorfinden. Letztere wurden jetzt durch 54 interaktive Displays, so genannte Multi-Touchscreens, ersetzt.

Donnerstag, 02.08.2018, 09:00 Uhr
Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke (links) und Lars Hoppmann, stellvertretender Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums (KRZ) testen die neuen Multi-Touchscreens, die jetzt in der Regenbogen-Gesamtschule installiert worden sind. Auf dem Bildschirm kann auch »normal« geschrieben werden. Foto: Gerhard Hülsegge
Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke (links) und Lars Hoppmann, stellvertretender Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums (KRZ) testen die neuen Multi-Touchscreens, die jetzt in der Regenbogen-Gesamtschule installiert worden sind. Auf dem Bildschirm kann auch »normal« geschrieben werden. Foto: Gerhard Hülsegge

»Das wird spannend zum Schuljahresbeginn«, sagt Bürgermeister Bernd Dumcke. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (KRZ) mit Sitz in Lemgo testete er die neuen, von dem niederländischen Hersteller Prowise gelieferten Geräte. Die Handhabung der 1,75 mal 1,10 Meter großen Panzerglasfläche ist einfach: Knopf drücken, fünf Sekunden warten, dann öffnet sich die Startseite. Die Tastatur kann wahlweise extern oder über den Bildschirm bedient werden. Über den Browser geht’s sowohl ins Internet als auch zu »Pro Note«, einer weißen Fläche, auf der mit einem speziellen Stift »normal« geschrieben werden kann.

Seit 2017 gibt’s WLAN an der Schule

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Bildung ist wichtig. Und das digitale Zeitalter hat längst begonnen. Die Stadt Spenge und die Regenbogen-Gesamtschule haben die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechend investiert. Daran sollten sich alle weiterführenden Bildungseinrichtungen ein Beispiel nehmen. Zumal an vielen Schulen heute noch Lehrer wie Referendare gezwungen sind, persönlich viel Zeit und Geld in veraltete Unterrichtsmaterialen zu investieren. Gelder des Landes stehen bereit. Sie sollten auch in Anspruch genommen werden – zum Wohle der Jugend. Gerhard Hülsegge

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2017 war die Gesamtschule bereits »verkabelt« und mit WLAN ausgerüstet worden. Das Lehrpersonal ist bereits geschult, erhält für die Inbetriebnahme der Displays je einen Chip mit den Eingangsdaten. Sollte es Pro­bleme geben, stehen in der Anlaufphase ab Mittwoch, 29. August, Mitarbeiter des KRZ auf den Fluren abrufbereit, um zu helfen. »Wir sind dann die 112 und stürzen in die Klassenzimmer«, meint Hoppmann schmunzelnd. Zur Unterstützung kommt auch noch der IT-Experte aus dem Spenger Rathaus, Ulrich Wahrmann.

75-Zoll-Bildschirme

5000 Euro kostet jeder 75-Zoll-Bildschirm der »75 Ultra HD Multi Touchscreens«. Dass sie gestohlen werden könnten, glaubt Hoppmann nicht. »Sie wiegen immerhin etwa 90 Kilo. Und die Tablets, die für zunächst vier Klassen angeschafft werden, würden gut verschlossen, betont Bürgermeister Dumcke.

Eine halbe Million Euro haben Land (400.000 Euro) und Kommune (100.000 Euro) in das Projekt »Gesamtschule 4.0« investiert. Fördermittel aus dem Landesprogramm »Gute Schule 2020« sollen 2019/2020 in einer zweiten Charge auch Spenges Grundschulen zugute kommen.

Klapptafeln gehen an Grundschule

Die an der Gesamtschule ausrangierten Klapp-Tafeln erhält schon jetzt zum Teil die Grundschule Spenge-Land am Standort Lenzinghausen. Die Gesamtschüler müssen zum Schulbeginn keine Laptops oder Ähnliches mitbringen.

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