Bezeichnung als »Bestie«: Einstweilige Verfügung gegen den Axel-Springer-Verlag beantragt
Wilfried W. wehrt sich

Paderborn/Höxter (WB). Die Verteidiger von Wilfried W. (48), einem der Angeklagten im »Horror-Haus«-Prozess , haben am Freitag beim Landgericht Paderborn den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Axel-Springer-Verlag beantragt.

Sonntag, 15.07.2018, 09:08 Uhr aktualisiert: 15.07.2018, 14:32 Uhr
Wilfried W. (rechts) mit seinem Verteidiger Detlev Binder. Foto: Oliver Schwabe
Wilfried W. (rechts) mit seinem Verteidiger Detlev Binder. Foto: Oliver Schwabe

Sie wollen das Medienunternehmen zwingen, den Angeklagten nicht länger als »Bestie« zu bezeichnen. Rechtsanwalt Detlev Binder: »Nach der Erstattung des psychiatrischen Gutachtens steht für mich fest, dass mein Mandant nicht die treibende Kraft war und dass es keine sadistisch motivierten sexuellen Taten gegeben hat.« Vor diesem Hintergrund dürfe sein Mandant nicht »Bestie« genannt werden.

Für ihn sei die Grenze der zulässigen Meinungsäußerung überschritten, sagte Binder. Wann das Gericht entscheidet, ist nicht bekannt.

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