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Mo., 05.08.2019

Positive Stimmung bei den Organisatoren – gefährlicher Zwischenfall für die Polizei Brillante Bilanz: 1,5 Millionen Besucher auf Libori

Der traditionelle Libori-Höhepunkt ist am Sonntagabend das Feuerwerk gewesen. Geschätzte 20.000 Besucher haben nach Angaben der Stadt vor Ort zugesehen.

Der traditionelle Libori-Höhepunkt ist am Sonntagabend das Feuerwerk gewesen. Geschätzte 20.000 Besucher haben nach Angaben der Stadt vor Ort zugesehen. Foto: Oliver Schwabe

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Nach neun Tagen Libori haben Stadt, Schausteller, Sicherheitskräfte, Künstler, Kirche und Polizei am Montag eine überaus positive Bilanz gezogen. Mit 1,5 Millionen geschätzten Besuchern liegt Libori 2019 deutlich über dem Vorjahr. 2018 waren es 1,2 Millionen Gäste. Auch aus Sicht der Polizei war es ein gutes Fest – allerdings gab es einen gefährlichen Zwischenfall, der glimpflich ausging.

Während in der Domstadt die letzten Fahrgeschäfte abgebaut und die Spuren der neuntägigen Party beseitigt werden, herrscht im Rathaus gute Laune. Alle Verantwortlichen sind mehr als zufrieden mit einem der besten Libori-Feste der vergangenen Jahre. So lautete das Fazit von allen Beteiligten.

Auch Polizeisprecher Michael Biermann bestätigte, dass es ein äußerst friedliches Fest gewesen sei. Er berichtete jetzt allerdings von einem Vorfall, der sich bereits am Montag vor einer Woche auf der Festmeile ereignet hatte. Dabei war eine Gruppe mit drei bis fünf Männern mit Clowns- und Anonymous-Masken auf eine Streife von Polizei und Ordnungsamt zugegangen. Kurz vor dem Polizisten habe einer der Männer einen Spielzeugrevolver gezogen und auf den Kopf des Beamten gerichtet. Der Bedroher habe sogar abgedrückt, heißt es.

Der Beamt habe sofort reagiert und den Mann zu Boden gerungen. Bei der Abwehrreaktion sei die Waffe zerbrochen, berichtete Michael Biermann.

Die Männer hätten daraufhin aggressiv reagiert. Aus ihrer Sicht habe es sich um einen Scherz gehandelt. Sie hätten überhaupt kein Verständnis für die Reaktion des Beamten gezeigt. Um die Situation zu deeskalieren, wurden weitere Beamte alarmiert, die zum Tatort geeilt seien. Die Polizisten hätten auch den Einsatz von Pfefferspray angedroht.

Der Mann mit der Pistole sei zusammen mit zwei Begleitern zur Libori-Wache mitgenommen worden. Dort seien die Personalien aufgenommen worden. Bei dem mutmaßlichen Angreifer handelt es sich um einen 32-jährigen Deutscher aus dem Kreis Paderborn. Die Untersuchungen in dem Fall dauern laut Polizei noch an. Es wird wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt.

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