Mit Angst um eigenes Leben bei der Beseitigung der Leichen geholfen
Dreifachmord Hille: Kevin R. belastet Ziehvater erneut schwer

Bielefeld/Hille (dpa/lnw). Im Prozess um den Dreifachmord von Hille hat der 24-jährige Kevin R. seinen mitangeklagten Ziehvater Jörg W. erneut schwer belastet. Am Montag verlas sein Verteidiger vor dem Landgericht Bielefeld eine Erklärung.

Montag, 29.10.2018, 16:33 Uhr aktualisiert: 29.10.2018, 16:36 Uhr
Der Hof in Hille von oben. Foto: Oliver Schwabe
Der Hof in Hille von oben. Foto: Oliver Schwabe

Darin schilderte der Zeitsoldat, wie der 51-jährige Jörg W. drei Männer in dem ostwestfälischen Ort mit Ziegelsteinen und einem Hammer brutal getötet haben soll. Er, Kevin R., sei von den Taten überrascht worden, berichtete der 24-Jährige. Er habe unter Druck und Angst um sein eigenes Leben bei der Beseitigung der Leichen geholfen.

Dies hatte Kevin R. auch bereits gegenüber der Polizei nach seiner Festnahme ausgesagt. Sein Ziehvater dagegen hatte im Gespräch mit einer Gutachterin die Taten dem 24-Jährigen zugeschoben und behauptet, er habe aus Mordlust getötet.

Leichenfunde sorgen für Aufsehen

Die Leichenfunde auf zwei angrenzenden Höfen im ostwestfälischen Hille hatten im Frühjahr für Aufsehen gesorgt. Laut Anklage haben die beiden von 2017 bis 2018 zuerst einen Nachbarn (72), dann einen Hilfsarbeiter (64) und später einen Geschäftspartner (30) brutal erschlagen. Die Anklage lautet auf dreifachen Mord aus Habgier.

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