Di., 29.03.2016

Organisator Stork sieht Luft nach oben – Veteran Jüppi Peitz regt Verlegung in die Arena an »12.000 ist eine schöne Zahl«

Osterlauf-Organisator: Christian Stork.

Osterlauf-Organisator: Christian Stork. Foto: Wippermann

Paderborn (WB/tip). 650 Teilnehmer mehr als vor zwölf Monaten und insgesamt zum 14. Mal in 16 Jahren ein neuer Teilnehmerrekord: Doch selbst bei mittlerweile 11.702 angemeldeten Aktiven – davon erstmals mehr als 10.000 Erwachsene (8556 im Ziel, davon 8108 Läufer) – ist für Osterlauf -Organisator Christian Stork ein Ende der Rekordjagd noch nicht in Sicht.

»Ich sehe in gewissen Bereichen, beispielsweise beim Fünfer, durchaus noch Steigerungsmöglichkeiten. 12.000 ist eine schöne Zahl. Wenn es aber darüber hinausginge, würde es kritisch«, sagt der Hauptverantwortliche, der mit seinem Co-Geschäftsführer Mathias Vetter im September 2011 das Ruder übernommen hatte und seitdem von Jahr zu Jahr größere Starterfelder verkünden durfte.

Für die anhaltende Popularität der Paderborner Veranstaltung führt Stork viele Gründe ins Rennen. Der Orga-Chef: »Dass der Osterlauf eine große Tradition hat, die Strecke gut ist und die Läufer eine gute Organisation vorfinden. Insgesamt haben alle Beteiligten, auch die Zuschauer an der Strecke, sehr gute Möglichkeiten, den Osterlauf als Event zu genießen. Genau das ist es, was die Leute heutzutage suchen, ein Event. Wir sind der älteste Straßenlauf in Deutschland. Das macht es einfach aus.«

Fragebögen an die Läufer

Trotzdem ließ Stork die Stimmung vor Ort prüfen und schickte Helfer mit Fragebögen los: »Wie sieht es aus? Seid Ihr zufrieden? Können wir etwas verbessern?« Das wollte er von den Läufern wissen. Die Antworten werden ausgewertet, das Resultat bereits beim 71. Osterlauf am 16. April 2017 berücksichtigt.

Für Paderborns Laufveteranen Jüppi Vahle (84) stößt der Osterlauf in der City immer mehr an Grenzen. Der Gewinner der Jugendklasse im Jahr 1947, der dem 70. Laufgeburtstag als Ehrengast beiwohnte, brachte einen interessanten Vorschlag ins Gespräch. »Wahrscheinlich muss man in vier, fünf Jahren darüber nachdenken, den Lauf aus der Innenstadt herauszunehmen. Die Logistik wird nicht mehr stimmen. Ich nehme an, dass man dann die neue Fußballarena und die schönen Trainingsanlagen, die dort entstanden sind, nutzen kann.«

Zweite Startrampe benötigt

Schon jetzt bräuchte man einen zweite Startrampe, um beim Zehner weiter wachsen zu können. Aber das erste Nadelöhr direkt nach dem Start, die Hillebrandstraße, gebe das gar nicht her.

Wolfgang Krenz, Präsident des ausrichtenden SC Grün-Weiß Paderborn, mochte nicht an die Zukunft denken. Er genoss vielmehr das Hier und Jetzt: »Eigentlich bin ich nie komplett zufrieden. Aber dieses Mal ist das anders.«

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