Außenseiter drehen auf: Sugita, Kudla, Khachanov im Viertelfinale – auch Bautista Agut weiter
Thiem reckt sich vergeblich

Halle(WB/tip). Die 26. Gerry Weber Open haben ihre nächste Sensation. Einen Tag nach dem Aus von Alexander Zverev scheiterte am Mittwoch im Achtelfinale mit dem Weltranglistensiebten Dominic Thiem der nächste Mitfavorit auf den Titel beim mit 1,984 Millionen Euro dotierten ATP-Turnier.

Donnerstag, 21.06.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 21.06.2018, 08:04 Uhr
Es war nicht sein Tag: French-Open-Finalist Dominic Thiem fand gestern nicht zu seinem Spiel und schied bereits in der zweiten Runde aus. Foto: Thomas F. Starke
Es war nicht sein Tag: French-Open-Finalist Dominic Thiem fand gestern nicht zu seinem Spiel und schied bereits in der zweiten Runde aus. Foto: Thomas F. Starke

Der Tennisprofi aus Österreich schied verdient mit 2:6, 5:7 gegen den Japaner Yuichi Sugita aus und stellte das auch gar nicht in Abrede. »Ich hatte bei seinem Aufschlag nur eine Breakchance. Ich dagegen musste in jedem Aufschlaggame kämpfen«, sagte Thiem: »Insofern war sein Sieg komplettverdient.« Thiem schluderte von Anfang an beim Aufschlag und geriet schnell mit 0:4 in Rückstand. Zwar donnerte er sein Service mit bis zu 236 Stundenkilometern über das Netz – traf aber häufig genug nicht ins Ziel. »Ich habe zwar schnell serviert, aber zu unplatziert«, haderte der Österreicher.

Mehr als 10.000 Zuschauer

Sugita machte es gestern aber auch wirklich gut. Trotz der ungleich verteilten Sympathien unter den mehr als 10.000 Zuschauern, die sich gern mehr Thiem gewünscht hätten, verlor der Japaner nie seine Linie. Immer wieder konterte er furchtlos das kraftvolle Spiel seines Kontrahenten mit viel Präzision und temporeichen Returnschlägen. Am Ende hatte der 29-Jährige aus Sendai nicht nur eindeutig mehr Chancen zum Break (13:1), sondern auch mehr Gewinnschläge (33:22) und weniger selbst verschuldete Fehler (22:31) in der Bilanz. »Er hat sehr gut gespielt«, erkannte Thiem an.

Gerry Weber Open - Die Spiele am Mittwoch

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Der nur 1,75 Meter große Sugita, der im vergangenen Jahr in Antalya erstmals ein Rasenturnier gewonnen hat, trifft in der nächsten Runde der 26. Gerry Weber Open auf einen anderen Favoritenschreck – den Qualifikanten Denis Kudla (USA), der von allen Viertelfinalisten mit Weltranglistenplatz 109 das niedrigste Ranking aufweist.

Der 25-Jährige hat einen richtigen Lauf. In seinen bislang fünf Matches in Halle – drei in der Qualifikation und zwei im Hauptfeld – hat er noch nicht einen Satz abgegeben. Gestern schaltete Kudla in überzeugender Manier den griechischen Newcomer Stefanos Tsitsipas 6:3, 6:4 aus. Der 19 Jahre alte Südeuropäer bot zwar die attraktivere Spielweise, leistete sich aber zu viele Fehler.

Nicht nur dank Kudla und Sugita war es gestern in Halle ein bisschen wie bei der Fußball-WM in Russland: Die Favoriten hatten einen schweren Stand. So musste auch der Japaner Kei Nishikori die Segel streichen. Nachdem der frühere Weltranglistenvierte drei Mal in Folge wegen Verletzungen in Halle vorzeitig aufgegeben hatte, spielte Nishikori gestern wenigstens sein Match zu Ende. Gegen den 22 Jahre alten Karen Khachanov aus Russland war Nishikori beim 2:6, 2:6 erstaunlich chancenlos.

Federer am Donnerstag

Khachanov, der im vergangenen Jahr im Halbfinale Roger Federer ein zäher Gegner war, trifft nun auf den Spanier Roberto Bautista Agut, der mittags als erster Tennisprofi in die nächste Runde eingezogen war. Der 30-Jährige musste beim 6:4, 7:5 gegen den Haller Bundesligaprofi Robin Haase (Niederlande) erst im zweiten Satz ein wenig Widerstand überwinden. »Ich habe im ersten sicher etwas besser gespielt als im zweiten Durchgang. Aber ich genieße es immer, hier in Halle zu spielen. Vor diesem Publikum macht es unglaublich viel Spaß«, sagte Bautista Agut.

Die übrigen Viertelfinalisten werden am Donnerstag ermittelt. Dann schlägt auch der große Turnierfavorit Roger Federer auf.

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