GWO: Alexander Zverev steigt im Doppel ins Turnier ein
Der Patient gibt Entwarnung

Halle (WB/o.k.). Ein bisschen hatte Alexander Zverev die Rasensaison schon abgehakt. Die Diagnose nach dem bitteren Viertelfinalaus in Paris: ein 4,5 Zentimeter Riss im Oberschenkel. Zverev: »Die Ärzte haben mir gesagt, das dauert zwischen drei bis vier Wochen, bis es verheilt ist.«

Montag, 18.06.2018, 08:20 Uhr
Die Nummer drei der Tenniswelt: Alexander Zverev. Foto: Schwabe
Die Nummer drei der Tenniswelt: Alexander Zverev. Foto: Schwabe

Halle wäre dann kein Thema gewesen, Wimbledon fraglich. Doch es kam anders. »Nach neun Tagen war alles zusammengewachsen, es gibt eine neue Muskelschicht«, erklärte der Ex-Patient.

Am Sonntag konnte »Sascha« Zverev zum ersten Mal richtig in Halle trainieren. Montag wird er das erste Mal beim Turnier aufschlagen – an der Seite seines Bruders Mischa im Doppel.

Durch die Verletzung hat sich natürlich die Umgewöhnung von Sand auf Rasen (»die größte Umstellung im Jahr«) dramatisch verkürzt. Und was ist auf dem grünen Belag nun anders als auf dem roten? »Dass ich da im Training häufiger gegen meinen Bruder verliere im Training«, sagt die Nummer drei der Tenniswelt mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Bei den Gerry Weber Open lief es in den letzten Jahren vielversprechend für die deutsche Nummer eins. 2016 schlug Zverev im Halbfinale Roger Federer, unterlag dann allerdings im Finale Florian Mayer. Im letzten Jahr kam es zum Traumendspiel im Gerry-Weber-Stadion gegen den Schweizer GWO-Rekordsieger. Zverev hatte keine Chance beim 1:6, 3:6. In der ersten Einzelrunde trifft der 21-Jährige auf Borna Coric (21/Weltrangliste: 36). Der Kroate gewann bisher zwei ihrer drei Treffen – das letzte Duell gewann der Deutsche allerdings in Miami (Viertelfinale, 6:4, 6:4).

Natürlich wurde Zverev gestern auch gefragt, wie es denn nun sei mit dem Erwachsenwerden auf der Tour und der Erwartungshaltung an ihn in Sachen Grand-Slam-Turnieren. Zverev: »Also klar ist, ich kann mir schon einen Bart wachsen lassen.« Und etwas ernsthafter: »Ich kann das schon alles einordnen, ich gehe das gelassen an.« Und: »Man hat mir ja auch nachgesagt, dass ich lange Matches nicht gerne spiele. Seit Paris kann mir diesen Vorwurf keiner mehr machen.«

In Halle hätte er aber sicher nicht dagegen, wenn es schnell ins Finale gehen würde.

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