Roger Federer kommt als Nummer eins und mit guter Laune - mit Video
Titel verteidigen – was sonst?

Halle (WB/o.k.). Natürlich kam am Montag die Frage, wie es sich anfühle, wieder die Nummer eins der Tenniswelt zu sein. Und natürlich sagte  Roger Federer , dass das ein »cooler Moment« sei. Aber besonders breit war das Lächeln, als er über seine Fahrten im eigenen Wagen auf einer deutschen Autobahn sprach.

Dienstag, 19.06.2018, 03:30 Uhr aktualisiert: 19.06.2018, 09:03 Uhr
Der Maestro hat gute Laune: Roger Federer will in Halle seinen zehnten GWO-Titel gewinnen. Foto: Oliver Schwabe
Der Maestro hat gute Laune: Roger Federer will in Halle seinen zehnten GWO-Titel gewinnen. Foto: Oliver Schwabe

Auch nach dem Sieg in Stuttgart am Sonntag war der 33-Jährige selber zurück in die Heimat gefahren. »Ich hatte mir etwas weniger Verkehr versprochen, wir sind ja parallel zum deutschen Spiel gefahren. So häufig komme ich ja nicht dazu, das zu tun.« Aber natürlich »alles ganz kontrolliert. Ich habe ja schließlich vier Kinder, eine Frau und viele Freunde«.

Federer gönnt sich das Vergnügen, selbst am Steuer zu sitzen auch während anderer Turniere – wie in Miami, Dubai und Basel. »Das ist kein Misstrauen gegen die Fahrer, aber so können mein Team und ich alles kontrollieren, die Lautstärke, wann die Fenster geöffnet werden, so was.«

Ab heute will der GWO-Rekordgewinner auch das Hauptfeld in Halle kontrollieren. Denn nicht nur die Laune, sondern auch die Form stimmt. Aber er weiß: »Ich darf mir keinen Hänger leisten, denn ich will meinen Titel verteidigen – keinen Zweifel.« Die vergangene Woche in der baden-württembergischen Hauptstadt hat das Team nicht übermäßig lange analysiert. Federer: »Bei Siegen hinterfragt man weniger. Bei Siegen schwinden die Probleme. Man ist klarer im Kopf.« In Stuttgart sei es für ihn leicht gewesen, die Vorgaben seines Trainers Severin Lüthi umzusetzen.

Sandplatzsaison ausgelassen

Federer spielt bereits mehr als zwei Wochen auf Rasen. Er hatte bekanntlich die Sandplatzsaison ausgelassen. Zu lange auf dem grünen Belag zu spielen, findet der 20-fache-Grand-Slam-Turniersieger nicht gut. »Man geht nicht ans Limit mit der Pumpe.« In Stuttgart ging es schnell mit den Punkten, in Halle wird es mehr werden, in Wimbledon noch mehr. Dass manche Plätz nicht so perfekt seien – »In Halle ist er es nahezu« –, störe ihn nicht: »Ich mag es, dass jede Woche anders ist. Und wenn es nicht perfekt ist, kann man aggressiver spielen und besser bluffen.«

Ganz wichtig war Federer gestern, dass er in der Nacht gut würde schlafen können – der Regeneration wegen. Der Schweizer führt die Tatsache, dass Spieler der Ü30-Generation derzeit die Grands Slams dominieren, auch auf eine gesündere Lebensweise von ihm und Rafael Nadal zurück. Die Jugend hört das nicht gern.

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